Die Saison hatte noch nicht einmal begonnen, da gab es schon erste Umstellungen in der Fußball-Salzlandliga. Da Aufsteiger SV Lok Aschersleben II sein Team aufgrund von Personalmangel wieder zurückziehen musste, werden nur 15 Mannschaften starten. Das Eröffnungsspiel findet heute um 18.15 Uhr zwischen dem MTV Welsleben, ebenfalls Aufsteiger, und dem SV Wacker Felgeleben statt.

Salzlandkreis l Als große Favoriten um den Aufsteig in die Landesklasse gelten in dieser Saison der 1. FSV Nienburg, der sich mit Spielern von Verbands-bis Kreisliga verstärkt hat. Fast alle Vereine sahen laut einer Umfrage den 1. FSV vorn. Aber auch Einheit Bernburg (neun Stimmen) gilt als heißer Kandidat. Landesklasse-Absteiger Alsleben wird dagegen wohl die große Unbekannte.

BSV Eickendorf

Marco Schmoldt hat für seine Elf ein klares Ziel ausgegeben: Eine Verbesserung gegenüber der abgelaufenen Saison. Dies bedeutet mindestens Platz drei. "Das ist zwar ein hochgestecktes Ziel, aber die Mannschaft hat das Potenzial, es zu erreichen." Schmoldt hat eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern aufgestellt, "die jetzt nur noch zusammenfinden muss. Davon wird auch abhängen, wie wir uns in dieser Saison verkaufen." Im Kampf um den Aufstieg sieht der BSV-Coach Nienburg weit vorn, denn "das Team hat mächtig nachgerüstet".

TSG Unseburg/Tarthun

Personell hat sich bei der TSG nichts verändert. Über Saisonziele zerbrach sich Coach Tino Kirst gar nicht den Kopf, gab dann aber doch die Marke von 50 Punkten an. "Wir wollen einfach vernünftig Fußball spielen." Von einer optimalen Vorbereitung konnte in Unseburg allerdings keine Rede sein, da meist das Personal fehlte. Das beunruhigt den Trainer jedoch nicht. "Wir waren schon immer die beste untrainierte Mannschaft und wollen nun einfach anfangen." Ganz vorn sieht Kirst die Nienburger, dicht gefolgt von Bernburg.

MTV Welsleben

Für die Elf von Frank Tellge beginnt nun das große Abenteuer Salzlandliga. "Wir sind gut gerüstet und haben das Potenzial, die Klasse zu halten." Das ist auch das erklärte Saisonziel. Als Favorit für 2014/15 sieht Tellge den 1. FSV Nienburg. "Diese Mannschaft wird wohl oben mitspielen."

SV Einheit Bernburg

Neben Nienburg gelten die Bernburger unter den Trainern als Favoriten auf die Meisterschaft. Einheit-Trainer Norbert Lehmann sieht jedoch den 1. FSV als "haushohen Favoriten". Er rechnet damit, dass es in dieser Saison zwei Aufsteiger geben wird. Einer davon möchte er selbst werden. "Wir orientieren uns an Rang zwei. Aber ich denke, dass drei oder vier Teams um den zweiten Platz kämpfen werden. Sport kann man nicht planen. Vielleicht gibt es auch wieder eine große Überraschung."

TSG Calbe II

Obwohl die Vorbereitung für die Reserve der TSG Calbe nicht optimal lief, da "die meisten oft arbeiten oder verletzt waren", holte sich die Elf von Jörg Harms noch einmal eine Starthilfe mit dem 3:0-Erfolg im Salzlandpokal gegen Liga-konkurrent Bernburg. "Bei uns wird es darauf ankommen, dass alle da sind", erklärte der Coach. "Dann sind wir guter Dinge für diese Saison." Als Ziel hat Harms erst einmal den Klassenerhalt ausgegeben. Darüber hinaus "streben wir einen Platz unter den ersten Zehn an". Als Favoriten sieht er Nienburg und Bernburg.

Egelner SV Germania

Die Egelner um Trainer Sören Leßmann peilen einen Platz im gesicherten Mittelfeld an - "wie immer". Weiter nach hinten soll es auf keinen Fall gehen, "weiter nach vorn wäre allerdings Träumerei". Leßmann erklärte, dass bewusst darauf verzichtet wurde, Geld für Neuzugänge in die Hand zu nehmen. Das Potenzial des eigenen Nachwuchses sei dafür zu groß. Er rechnet in den kommenden Jahren mit Verstärkung aus den eigenen Reihen. Einen Favoriten konnte er nur schwerlich benennen, tat es aber wie die meisten seiner Trainer-Kollegen doch: Nienburg und Bernburg. "Aber es ist meist eine große Überraschung dabei." Die Egelner können es indes kaum erwarten, endlich wieder in den Punktspielbetrieb zu starten. "Alle sind heiß, wieder gegen den Ball zu treten. Die Jungs haben in der Vorbereitung gut mitgezogen."

1. FSV Nienburg

Die Elf von Dirk Bizuga gilt aufgrund ihres starken Kaders als großer Favorit in dieser Saison. Der Coach sieht das aber gelassener. "Wir müssen die neuen Spieler erst in unser System integrieren." Bizuga ist allerdings "positiv überrascht, wie schnell sich die Neuzugänge schon eingefügt haben." Nienburg ist bekannt, dass es als Favorit gilt und der FSV will auch "im oberen Tabellendrittel mitmischen". Als eigentlichen Titelanwärter sieht der Trainer allerdings Einheit Bernburg, "das ja schon in der Vergangenheit nur knapp am Aufstieg gescheitert ist" und die TSG Unseburg/Tarthun. Außerdem hat er Rot-Weiß Alsleben als "große Unbekannte" auf der Rechnung.

SV Wacker Felgeleben

Das Team von Thoralf Voß trifft es gleich zu Saisonbeginn ganz hart. Fünf Spieler sind verletzt, zwei von ihnen werden wohl erst zur Rückrunde beziehungsweise gar nicht spielen können. Kapitän Christoph Joo kämpft noch mit einem Kreuzbandriss und Andreas Moschner beginnt gerade erst mit dem Lauftraining. Auch Keeper Thomas Appel wird wohl noch bis Mitte September wegen Rückenproblemen ausfallen. "Aber mit Kevin Clement haben wir einen guten jungen Ersatz", betonte Voß. Trotz der Personalsorgen hält der Trainer am Ziel fest, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Voß sieht Nienburg, Unseburg/Tarthun, Bernburg und den BSV Eickendorf als Kadidaten für die Meisterschaft.

SV Rathmannsdorf

In erster Linie will der SVR die Klasse halten. Doch Coach Frank Oehme erweiterte die Vorgabe und würde seine Elf schon gern auf einem einstelligen Tabellenplatz sehen. Außerdem wünscht er sich den Einzug in das Pokal-Finale, da "dann alles möglich ist". Oehme weiß aber auch, dass es Liga- konkurrenten gibt, die "stärker besetzt sind als wir" - vor allem Nienburg und Bernburg, die er an der Spitze sieht. Zum Saisonauftakt haben die Rathmannsdorfer noch personelle Probleme, die sich nach Angaben des Trainers jedoch relativ schnell lösen werden.

FSV Rot-Weiß Alsleben

In der vergangenen Saison fehlte dem Team von Trainer Marcus Reckrühm nur ein Punkt, um den Abstieg aus der Landesklasse zu verhindern. Der FSV hat fünf Abgänge zu verkraften, denen lediglich drei Neuzugänge gegenüberstehen. Doch die Alslebener haben sich einen Platz im oberen Mittelfeld vorgenommen. Zu den Favoriten zählen die Rot-Weißen Nienburg und Bernburg.

Warthe Hakeborn

Nach dem berufsbedingten Rücktritt von Nils Heinemann übernimmt Abteilungsleiter Marcus Drößler nun die Hakeborner Zügel. In der ersten Pokalrunde trat Warthe aus Personalnot nicht an. Doch Drößler erklärte, dass das in erster Linie der Urlaubszeit geschuldet war. Für die Liga macht er sich entsprechend keine Sorgen und richtet das Augenmerk auf einen gesichterten Platz im Mittelfeld. Nach dem Lok-Rückzug verzögert sich der Hakeborner Saisonstart um eine Woche. Drößler sieht in Einheit Bernburg den Liga-Favoriten. "Einheit war bereits in der vergangenen Saison sehr gut und hat sich weiter verstärkt."

SV 08 Baalberge

Die Elf von Karsten Meixner hatte einige Abgänge zu verkraften. Sechs Spieler verließen den Verein, nur zwei neue kamen hinzu. Daher stapelt der Trainer tief, will in erster Linie die Klasse halten. Zu den Teams, die in dieser Saison Kandidaten für den Aufstieg sind, zählen für ihn Nienburg, Bernburg und Unseburg/ Tarthun.

SV Wolmirsleben

Trainer Jürgen Kauws hat gleich drei Abgänge zu verkraften. Dennoch macht sich in Wolmirsleben kein Pessimismus breit. "Ein Platz unter den ersten Zehn ist durchaus realistisch", erklärte er und fügte an: "Wenn es besser wird, wäre das natürlich auch in Ordnung". Mit der Vorbereitung auf den Saisonstart ist er sehr zufrieden. "Alle sind topfit." Nun gehe es darum, endlich wieder Spaß zu haben. Neben Nienburg traut er auch der TSG Unseburg/Tarthun den Platz an der Spitze zu.

SSV Eintracht Winningen

Bei der Eintracht hat sich nicht nur im Kader etwas getan. Mark Plassa hat den Verein als Trainer verlassen. Sein Nachfolger wird Olaf Drobny, der zuvor Coach beim FSV Hettstedt (Kreisliga Nordost) war. Außerdem reaktivierte Winningen Mathias Lorbeer für die Abwehr. Ziel der Eintracht ist es, unter die ersten Drei zu kommen. Als direkte Konkurrenten sieht Drobny Nienburg und Bernburg.

VfB Neugattersleben

Der VfB bedauert den Rückzug von Lok Aschersleben II. "Das ist sehr schade", erklärte Abteilungsleiter Falko Karls. Die spielfreien Wochenenden seien nicht unbedingt förderlich. "Es ist wichtig, im Rhythmus zu bleiben." Mit zwei Abgängen und zwei Neuzugängen konnte der Kader relativ stabil gehalten werden, sodass ein einstelliger Tabellenplatz angepeilt wird. Neugattersleben sieht Nienburg als Topfavoriten auf die Meisterschaft.