Ein Event steht bei der Tennis-Abteilung der Gaensefurther Sportbewegung jährlich ganz groß im Kalender: Die vereinsinterne Einzel-Meisterschaft der Herren. Besonders groß geschrieben dürfte der Termin bei Ronny Selig sein. Wie in den beiden Jahren zuvor sicherte er sich auch in diesem den Titel.

Staßfurt (rse/chj) l Das Turnier sowie das anschließende Vereinsfest wurden im Vorfeld perfekt organisiert. Offen blieben nur zwei Fragen: Durchkreuzt das Wetter die Planungen und wer wird sich am Ende den begehrten Titel sichern? Bis auf einen zehnminütigen Schauer, während dem pausiert wurde und die Staßfurter durchschnaufen konnten, meinte es der Wettergott gut mit den Athleten.

Die Vorfreude der Gaensefurther war so groß, dass die Unterbrechung nicht schlimm war. Nur einmal im Jahr kommen alle vier Mannschaften zusammen und landen sogar in einem Lostopf. Damit nicht genug - auch die Hobbyspieler, die nicht am Ligabetrieb teilnehmen, waren mit von der Partie. So wurden es am Ende so viele Teilnehmer wie zuletzt in den 1990er Jahren. Deswegen mussten Qualifikationsspiele ausgetragen werden, um in das Hauptfeld zu gelangen. Außerdem wurde der Spielmodus der Teilnehmerzahl angepasst. Statt der üblichen zwei Gewinnsätze wurde nur einer ausgetragen, bei dem neun Punkte das Ziel waren.

Klare Favoriten gab es nicht, wenngleich Selig verriet, dass "drei oder vier Namen hoch gehandelt wurden". Die vier leistungsstärksten Athleten wurden gesetzt, drei von ihnen erreichten schließlich auch das Halbfinale. Selig selbst galt aufgrund seiner Erfolge in den beiden Vorjahren auch als Favorit. Doch im Achtelfinale stand er bereits kurz vor einer Niederlage. Michael Busse hielt Selig gut in Schach, stand beim zwischenzeitlichen 8:6 sogar kurz vor einem Sieg. Doch er gab die Führung noch ab und verpasste damit den Sprung ins Viertelfinale.

Ähnlich knapp war es für den späteren Meister auch im Halbfinale. Mit dem Linkshänder Roberto Henschke hatte Selig seine Schwierigkeiten. Es blieb lange spannend, doch am Ende hatte Henschke mit 8:9 das Nachsehen. Im zweiten Halbfinale standen sich Abteilungsleiter Reiner Christoph und Achim Engel gegenüber. Engel wurde als stärkster Akteur eingeschätzt und an Nummer eins gesetzt. Diese Einschätzung sollte sich bewahrheiten, denn Engel spielte seine Erfahrung aus und setzte sich problemlos mit 9:3 durch.

Damit kam es, wie bereits in den beiden Vorjahren, zur Finalpaarung zwischen Selig und Engel. Mit Spannung verfolgten die anderen Gaensefurther sowie geladene Gäste das Endspiel. Es blieb bis zum 5:4 für Selig eng, Engel ließ sich nicht abschütteln. Doch er zollte dem langen Tag Tribut, produzierte zum Ende mehr Fehler, sodass Selig mit seinem 9:5-Erfolg das Triple perfekt machte. Im Spiel um Platz drei setzte sich Henschke gegen Christoph durch.

Für diejenigen, die in der ersten Runde unterlagen, war noch nicht Schluss. Sie bekamen in der Nebenrunde eine zweite Chancen. In dieser konnte sich Herbert Mandel erfolgreich behaupten. Selig sprach stellvertretend für alle Gaensefurther: "Das Turnier war ein gelungenes Fest mit einer sehr starken Besetzung."

   

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