Seit Januar bemüht sich der SV Germania Borne, eine E-Jugend für den Handball-Spielbetrieb aufzustellen. Das geduldige und engagierte Werben mit Gesprächen und Flyern hat nun Früchte getragen. Mit insgesamt 19 Kindern kann der Verein für diese Saison eine spielfähige Mannschaft in der Bezirksklasse West anmelden. Und die Nachwuchs-Handballer brennen auf ihren ersten großen Auftritt.

Wolmirsleben l Bekanntlich heißt es ja, Kinder sind schnell für eine Sache zu begeistern. Im Fall der acht-und neunjährigen E-Jugend-Spieler stimmt dies vollkommen. Mit viel Eifer jagen sie im Training über die Platte, machen sich gegenseitig Mut und fassen energisch nach dem Ball. "Jetzt muss dieser Elan nur anhalten", hofft Sven Klippstein, der zusammen mit Andreas Heyer als Trainergespann die neugegründete E-Jugend leitet.

Trainergespann mit reichlich Erfahrung

Beide bringen reichlich Spiel- und in Klippsteins Fall- auch Trainererfahrung mit. Er spielte bis vor drei Jahren noch für Bornes Reserve und leitete in der vergangenen Saison die erste Männermannschaft zusammen mit Andreas Lampe. Heyer ist dagegen noch für die Zweite aktiv. Beide haben sich bewusst für die Arbeit im Nachwuchsbereich entschieden. "Ich wollte immer schon mal mit Kindern arbeiten", erklärt Klippstein. Die quirlige und zum Teil natürlich noch recht unkonzentrierte Art der Kinder überrascht ihn nicht im Geringsten. "Genau so habe ich mir das auch vorgestellt", sagt der Coach lachend.

Über fehlenden Elan braucht sich das Trainergespann nicht zu beklagen. "Alle sind sehr ehrgeizig und selbstbewusst", lobt Klippstein. Von den 19 Kindern, die die Mannschaft zählt, sind 15 Jungen und vier Mädchen. "Man merkt auch einen gewissen Unterschied in der Spielweise und dem Auftreten", weiß Heyer. "Die Mädchen sind noch etwas zaghaft, dafür aber disziplinierter. Die Jungs sind dagegen absolut ballverrückt."

Genaue Positionen in diesem Alter zuzuordnen, ist schwer. "Im Grunde wollen wir, dass sich jeder auf allen Positionen ausprobieren kann", so Klippstein. Trotzdem hat er seinen Schützlingen erst einmal einen Platz auf dem Feld zugewiesen.

Team hofft auf Siege, Tore und viel Publikum

Malte Profe spielt zum Beispiel auf Linksaußen. "Das ist eine gute Position für mich", schätzt der Achtjährige ein. Handball ist für ihn nicht vollkommen neu. "Ich habe in der Schule schon in einer AG gespielt."

Über die Schule kam auch Justin Faatz zum SV Germania. "Ich habe mir einen Flyer mitgenommen und wollte einfach mal mitmachen", erklärt der Neunjährige. Er wird auf Rückraum Mitte eingesetzt. Für die neue Saison hofft er, dass "ich viele Tore werfen kann und wir als Mannschaft gut zusammenspielen".

Viele Tore erhofft sich auch Niklas Döbbel. Er ist über seinen Freund Jakob Völksch, der im Tor steht, zur Mannschaft gekommen. Niklas läuft ebenfalls im Rückraum auf, "weil er schon gut werfen kann", lobt der Trainer. Niklas hofft, "dass wir oft gewinnen und wir viele Zuschauer haben".

"Gewinnen wollen sie alle, am liebsten jedes Spiel. Das ist natürlich auch für uns schwierig, weil die erste Niederlage einen ganz schönen Dämpfer bringt", weiß Klippstein. Da es die erste Saison für seine Schützlinge ist, "kann ich gar kein konkretes Ziel ausgeben. Ich freue mich schon, wenn wir unsere ersten Spiele erfolgreich bestreiten und das umsetzen, was wir im Training lernen." Dieses Jahr ist für alle ein Lernjahr. "In der nächsten Saison können wir dann sicherlich schon genau sagen, was wir erreichen wollen. Die meisten können ja noch ein weiteres Jahr in der E-Jugend spielen." Klippstein und Heyer sind sich außerdem einig, "dass wir diese Mannschaft gern über alle Altersklassen hinweg begleiten wollen."

Damit die Mannschaft ihre neue Saison auch mit ordentlicher Spielerkleidung und Ausrüstung bestreiten kann, sponserte die Firma Fielmann, vertreten durch Filialleiterin Claudia Raden, einen Satz Trikots. Zusätzlich gab neue es Bälle vom Dachdeckermeister Jürgen Lattdorf und der Firma Yellow-Car-Store, vertreten durch Jürgen Korte.

   

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