Seehausen (chj) l Die Handballer des SV Germania Borne unterlagen zum Saisonauftakt bei der SG Seehausen mit 22:29 (16:16). Vor allem der erste Durchgang verlief nach dem Geschmack der Gäste, der zweite hingegen umso weniger.

Die Seehausener, die die abgelaufene Saison einen Rang hinter der Germania beendeten, verdeutlichten den Bornern, dass es eine schwierige Saison wird. Von einem "Gegner auf Augenhöhe" sprach Oliver Schulke. Damit hatte er allerdings nur für die erste Halbzeit recht. "Es war lange ausgeglichen. Ich denke, dass wir sogar ein bisschen besser waren. Kurz vor der Pause haben wir dann den Faden verloren." Das beste Beispiel dafür ist Schulke selbst. In den ersten 30 Minuten markierte er acht Treffer. In den zweiten keinen mehr.

Nach dem Seitenwechsel schlichen sich dort Fehler ein, "wo es anfangs noch gut funktionierte". Die Abschlüsse wurden zu früh gesucht, die Defensive fand nicht den anfänglichen Zugriff. "Dadurch kam Seehausen einfacher zu Treffern", blickte Schulke zurück. "Bei uns war am Ende auf die Kraft weg. Der Gegner war in der zweiten Hälfte besser als wir."

Fast schon traditionell trat Borne mit dünner Personaldecke an. Zu den abgewanderten Jörg Friedrich und Falk Hohmann kamen mit Sebastian Scholz und Stefan Süßig zwei urlaubsbedingte Ausfälle hinzu. Insbesondere Friedrich und Hohmann zu ersetzten, dürfte sich zur Mammutsaufgabe entwickeln. "Wir müssen die Last auf mehrere Schultern verteilen", forderte Schulke. Nicht erst durch die Seehausen-Niederlage ist der Germania klar, dass "in jedem Spiel 100 Prozent Leistung Pflicht sind". Werde diese aber abgerufen, "müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken". Die Sieben von Jürgen Wartmann ist nun darum bemüht, das Positive aus der ersten Halbzeit mitzunehmen und daran anzuknüpfen.

Germania Borne: Krautwald, Brinkmann - Schulke (8), Hagemeyer (1), Prosowski (1), Schafflik, S. Halfpap (9), Lahne (2), Fink (1), T. Halfpap

Zeitstrafen: Seehausen 7 - Borne 4