Die Sport- und Karateschule Staßfurt öffnete die Pforten und lud Neugierige, Sponsoren und Freunde ein. Der Einladung folgten zahlreiche Besucher, die sich ein Bild von den Fortschritten des Umbaus und dem Training sowie deren Teilnehmer machen konnten.

Staßfurt (kto/chj) l "Ich freue mich sehr, so viele Helfer, Freunde und Sponsoren begrüßen zu können" - Vereinsvorsitzender Michel Olschewski war sichtlich glücklich und ein wenig aufgeregt. "Leider ist unser neuer Trainingsraum noch nicht ganz fertig geworden, aber zusammen haben wir viel erreicht. Wenn alles klappt, kann das Training noch in diesem Monat im neuen Dojo stattfinden", erklärte er beim Tag der offenen Tür.

Viel ist in diesem Jahr mit Fördermitteln vom Land Sachsen-Anhalt und einer Zuwendung von Lotto-Toto, sowie durch Hilfe von Vereinsmitgliedern, Freunden, Sponsoren und ansässigen Firmen passiert: Das Dojo ist nicht nur größer geworden, es ist auch überaus professionell eingerichtet. Ein Kraft- und Schulungsraum sind neben zusätzlichen Umkleiden und sanitären Einrichtungen entstanden. Jeder Besucher erkannte unschwer, dass mit viel Herz am Umbau gearbeitet worden ist.

Der wohl emotionalste Teil der Eröffnung war die persönliche Übergabe der Ehrennadel in Bronze des Landessportbunds Sachsen-Anhalt durch Landtagspräsident Detlef Gürth, der ebenfalls Vorsitzender des Kreissportbunds Salzland ist, an Michel Olschewski. Der Geschäftsführer des KSB Salzland, Thomas Gruschka, lobte ebenfalls die vorbildliche Tätigkeit des Staßfurter Karatelehrers, die mit an der erfolgreichen Entwicklung des Sports im gesamten Bundesland beigetragen hat.

Hochrangige Gäste besuchen Sport- und Karateschule

Bei Kaffee und Kuchen gab es nette Gespräche mit den Gästen wie Landrat Markus Bauer, Oberbürgermeister René Zok, Johannes Hauser und Carsten Fütterer (Stadtrat Staßfurt). Bauer ließ es sich nicht nehmen, persönlich einige Fragen an die Karatekas zu richten und probierte unter anderem spielerisch die hängenden Sandsäcke und Bälle aus.

Mit guter Laune und viel Interesse am Verein überreichte Axel Törmer von der Salzland-sparkasse symbolisch einen Ball als Geschenk. Die neuen Energiesparlampen konnten mit Hilfe der Stadtwerke Staßfurt finanziert werden, wie so viele andere an diesem Tag wurde auch Elke Heitmann als Vertreter der Stadtwerke mit der Ehrenmedaille der Sport- und Karateschule ausgezeichnet. Bäcker Bernd Bechstein war zwar nicht mit dabei, als es um das Abkratzen der Decke oder die vielen weiteren Baueinsätze ging, aber die fleißigen Helfer und Sportler tankten ordentlich Kraft aus seinen Brötchen. Auch für ihn gab es die Ehrenmedaille aus den Händen des Vereinsvorsitzenden. Langjährige Sponsoren des Vereins wurden ebenfalls für ihr Engagement geehrt.

Der ganze Umbau nahm viele Jahre in Anspruch - und nimmt es noch immer. Auch in der kommenden Zeit werden den Staßfurtern noch einige Arbeitseinsätze und Engagements abverlangt. Aber genau diesen Einsatz zeichnet den Verein aus. Nur gemeinsam konnte ein so schönes Dojo entstehen, das seit 2012 Landesleistungs-Stützpunkt Karate Sachsen-Anhalt ist.

Über Vorführungen wurden den zahlreich erschienenen Gästen gezeigt, was den Verein ausmacht. Zu Beginn bot die Kindersport und -tanzgruppe Einblicke in ihr Training. In dieser steht der Spaß im Vordergrund und das zeigten die Kleinen auch deutlich. Danach wurde den Gästen die asiatische Sportart über das ganze Spektrum des Karates näher gebracht. Des Öfteren warnte Uwe Rübsam die anwesenden Kinder davor, die in der Anwendung gezeigten Karatetechniken zu Hause nachzumachen. Die Athleten haben die zum Teil sehr echt aussehenden Kämpfe gründlich im Training einstudiert. Abgerundet wurde die Vorführung von der als Gast erschienenen vierfachen Deutschen Meisterin im Karate und Fünftplatzierten der Europameisterschaft, Marie-Josefine Richter, vom befreundeten Verein Yamakawa Karate-Do Ballenstedt/Halberstadt.

Philosophisches Geschenk bekommt Ehrenplatz

Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Karsten Brödner vom ebenfalls befreundeten Karate-Do Egeln ein selbst gemaltes Bild. Es zeigt Gichin Funakoshi, Begründer des modernen Karates, und dessen Zitat: "Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters der Kämpfer." Es wird einen respektvollen Platz im neuen Dojo erhalten.

Trotz des schlechten Wetters waren der liebevoll aufgebaute Verkehrsparcours und die Wettspiele auf dem Außengelände gut besucht. Bei sportlichen Spielen im Trainingsraum und selbstgebastelten Andenken wurde niemandem langweilig.

Zum gemütlichen Beisammensein am Abend nahm Olschewski einen Teil der lobenden Worte von Detlef Gürth noch einmal auf: "Ich bin der Motor und ihr das Benzin, ich brauche euch, ohne euch kann ich nicht laufen."

Die Sport- und Karateschule wird mit der Vereinsstätte und seinen Aktiven wie Kinder- und Seniorensport, Kindertanzen, "Sport Pro Gesundheit Budomotion" sowie Karate für Jung und Alt einer erfolgreichen Zukunft entgegensteuern.

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