Aschersleben (chj) l Die gute Nachricht: Der HC Salzland 06 bleibt auch nach dem 3. Spieltag der 3. Liga weiter ungeschlagen. Die schlechte Nachricht: Mit einer Offensive in Normalform wäre ohne Weiteres mehr drin gewesen. HaSpo Bayreuth bestrafte dies allerdings nicht, war ebenfalls blass im Angriff. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem torarmen 16:16 (7:8)-Unentschieden.

Schlecht war die Punkteteilung, weil damit die Mini-Serie (zwei Spiele, zwei Siege) der "Wildgänse" abriss. Gut war sie, "weil wir am Ende damit sogar zufrieden sein müssen", wie Trainer René Linkohr befand. Er haderte mit 24 Fehlwürfen und drei vergebenen Strafwürfen. Mit einer Trefferquote von 40 Prozent "kann man nicht gewinnen". Bei den Gästen sah die Statistik indes nicht besser aus. Viel zu häufig war HCS-Keeperin Josephine Klauß mit einer ihrer 18 Paraden zur Stelle.

Dabei deutete anfangs noch nichts darauf hin, dass die Partie Salzland-Anhängern am Ende einige graue Haare bringen würde. Beim zwischenzeitlichen 7:3 stand der HCS in der Deckung sicher, "drei Gegentore in 20 Minuten sprechen für sich". Doch bereits in dieser Phase deutete sich der schwarze Tag der Offensive an. Linkohr bemängelte außerdem, dass "die Deckung keine Lösung parat hatte". So kamen die Gäste schrittweise heran und zogen sogar vorbei. Das schaurige Bild der Offensive setzte sich auch nach der Pause fort. Immer wieder versuchten es die Wildgänse mit flachen Würfen, obwohl Bayreuths Keeperin stets schnell abtauchte. "Bei jeder Gelegenheit habe ich gefordert, dass das Wurfbild verändert wird". Es passte ins Bild, dass Thea Schwarz quasi mit der Schlusssirene ein Eins-gegen-Eins verlor und ihr nicht nur ihr erster, sondern damit auch der Siegtreffer verwehrt wurde. "Wir haben aus Eigenverschulden nicht gewonnen", sagte Linkohr.

HC Salzland 06: Lorf, Klauß - Schwarz, Beck (1), Rosiak (3), Schmitz (1), Retting, Geipel, Jäger (5/1), Farken, Knappe, Sachse (4), Göpel (2/1), Schüler

Siebenmeter: HCS 6/3 - HaSpo 4/3; Zeitstrafen: HCS 6 - HaSpo 3