Westeregeln (kam/chj) l Es war vorauszusehen, dass das Bezirksliga-Derby des SV Wacker Westeregeln gegen die Reserve des SV Germania Borne nicht so spannend wird, wie die weitbekannten und beliebten Handball-Derbys gegen die Erste aus der Nachbargemeinde. Jedoch hatte wohl niemand mit einem regelrechten grün-weißen Schützenfest gerechnet, was nach 60 Minuten mit einem deutlichen 37:16 (16:6)-Sieg für die Gastgeber endete.

Bereits die ersten 16 Minuten deuteten auf eine einseitige Partie hin. Wacker ging durch Tore von Jimmy Klockmann, Steffen Laschke, Mike Garbaczok und Christopher Gorges mit 8:0 in Führung. David Wegener markierte mit dem 1:8 in der 17. Minute den ersten Treffer für die Gäste. Wacker traf weiter wie am Fließband. Die Germania konnte dem Tempo nur schwer folgen. Kurz vor dem Pausenpfiff verwandelten Sven Liebscher und Steffen Laschke nochmals dreifach. Ohne ein Time-out auf Wacker-Seite ging es beim Stand von 16:6 Toren in die Kabinen.

Auch nach der Pause bot sich den zahlreichen Zuschauern das gleiche Bild wie in der ersten Hälfte. Der SVW war vor allem durch Konterwürfe von Gorges, Laschke, Liebscher und Garbaczok weiterhin erfolgreich und baute seinen Vorsprung zum 22:9 aus. Nachdem die Gäste durch hart erkämpfte Treffer von Kenny Dietze und Andreas Heyer auch den zweistelligen Torstand erreichten, legte Westeregeln direkt nach. Mit einem 7:0-Lauf der Sieben von Matthias Zeidler und Yves Grafenhorst per Konterwürfen setzten sich die Gastgeber zum 32:12 ab und erzwangen spätestens mit diesem Vorsprung die Entscheidung. Bis zum Ende war es vor allem Nick Elsner, der über Rechtsaußen Wackers Torliste weiter anwachsen ließ.

Westeregelns Trainer Zeidler sagte nach dem deutlichen Derby-Erfolg: "Der Sieg gegen die ersatzgeschwächte Borner Mannschaft war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Man muss jedoch dazu sagen, dass wir mit nur elf Spielern eigentlich auch zu wenige waren. Wir standen anfangs in der Abwehr sehr gut, haben nichts zugelassen. Trotzdem waren im Angriff noch einige Fehler dabei, die wir nun verbessern wollen. Viele meiner Jungs agierten auf ungewohnten Positionen, daher muss auch noch an der Abstimmung gearbeitet werden. Das Ergebnis fiel zwar sehr hoch aus, es kommen jedoch auch noch härtere Gegner. Borne war an diesem Tag nicht unser Maßstab."

Wacker Westeregeln: Pierschalla, von Zabiensky - Thamm (4), Rothe (3), Pufahl, Garbaczok (4), Liebscher (6), Gorges (3), Klockmann (5), Elsner (6), Laschke (6/2)

Germania Borne II: Kasten - Klippstein (1), Wegener (1), Rothe (3), Dietze (2), Müller, Lampe, Heyer (3), Richnow, Schulze (6/5), Bester

Siebenmeter: Wacker 2/4 - Borne II 5/5; Zeitstrafen: Wacker 3 - Borne II 8; Rot: David Wegener (3x2 Minuten, 48.) -Borne II-