Da kommt einiges auf die "Kleinen" zu. In der 3. Runde des Fußball-Salzlandpokals stehen mehrere Partien der Kategorie "David gegen Goliath" auf dem Programm. So empfängt etwa Blau-Weiß Pretzien den SV 09 Staßfurt. Der Schönebecker SV II begrüßt den Tabellenersten der Salzlandliga, die TSG Unseburg/Tarthun.

Salzlandkreis (chj/nrc) l Immer wieder heißt es im besten Fußball-Sprech, dass es keine "Kleinen" mehr gibt. Betrachtet man aber die Konstellationen der 3. Pokalrunde, dürfte es durchaus Klein und Groß geben.

Den Unterschied von zwei Spielklassen kennt auch der Tabellendritte der Kreisliga Nord, Blau-Weiß Pretzien, der heute ab 14 Uhr den SV 09 Staßfurt empfängt. Doch kleinlaut ist deswegen niemand. "Wir treten nicht an, um zu verlieren. Wir rechnen uns durchaus etwas aus", sagte Trainer Markus Kolodzyck. In allererster Linie wollen die Pretziener geordnet stehen, um den vermeintlichen Favoriten keine Räume zu bieten. Sich verstecken und mauern wollen sie allerdings nicht. "Wir werden versuchen, unser Glück auch in der Offensive zu suchen und unseren eigenen Stil durchzudrücken." Mit übertriebenem Einsatz wollen die Blau-Weißen den SV 09 aber nicht beeindrucken. "Härte ist nicht so unser Ding", sagte Kolodzyck.

Unseburg/Tarthun, in der Salzlandliga mit 16 von möglichen 18 Punkten tonangebend, trifft genau wie die Staßfurter auf einen Kreisligisten. Die TSG gastiert morgen ab 14 Uhr bei der Reserve des Schönebecker SV. Trainer Tino Kirst vermutet, dass sich der SSV II aus dem Landesliga-Kader der Ersten verstärken wird. Da nicht ganz klar ist, welche elf Schönebecker auf dem Rasen stehen werden, will die TSG die Partie "genau so angehen, wie jedes Ligaspiel auch".