Die Handballer des SV Germania Borne finden weiterhin nicht in die Erfolgsspur der Sachsen-Anhalt-Liga. Die 16:20 (9:11)-Niederlage gegen den HBC Wittenberg war bereits die vierte Nullnummer in Folge.

Wolmirsleben l Für den SV Germania war es ein Drei-Punkte-Spiel. Mit einem Sieg hätte er nicht nur die Rote Laterne abgeben können, er hätte auch - zumindest theoretisch - gleich fünf Konkurrenten hinter sich lassen können, was für die Psyche sicher nicht unwichtig gewesen wäre. So bleibt die Rote Laterne Teil des Borner Inventars.

In den ersten Minuten tasteten sich beide Teams ab. Zwar gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung, diese sollte sich aber schnell in einen 1:3-Rückstand wandeln. Die Anfangsphase war geprägt von Unstimmigkeiten. So verpufften gleich zwei Angriffe nacheinander aufgrund von unnötigen Fehlpässen, ein dritter fand sein Ende in einem Schrittfehler. Die Wittenberger Defensive schenkte den Gastgebern nichts und erzwang häufig Würfe aus der zweiten Reihe, die abgeblockt oder pariert wurden.

Während die Germania vorn noch ihre Form suchte, hatte sie sie hinten bereits gefunden. So entwickelte sich eine zähe Partie, in der beide Abwehrreihen im Vordergrund standen. Auch Keeper Bastian Krautwald leistete seinen Beitrag, als er beispielsweise einen gegnerischen Kempa-Versuch abwehrte.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild des ersten Durchgangs fort. In der Offensive blieb vieles Stückwerk, in der Defensive fassten die Borner weiterhin kompromisslos zu. Das Wolmirslebener Publikum bekam nicht allzu viele Tore zu sehen, unterstützte ihre Germania aber trotzdem ohne Wenn und Aber.

Am Ende setzten sich die Gäste mit einem Vier-Tore-Vorsprung durch. "Wir haben es geschafft, hinten relativ sicher zu stehen und konnten drei oder vier leichte Tore mehr erzielen als Borne. Deshalb ging der Sieg auch in Ordnung", sagte Gästetrainer Thomas Eckleben.

Am Sonntag bekommt es Borne mit dem BSV Magdeburg zu tun.

Germania Borne: Krautwald, Brinkmann - Neugebauer, Schulke (1), Hagemeyer (2), Prosowski (3), S. Halfpap, T. Halfpap (2), Lahne, Fink (5), Süssig (3), Schafflik

HBC Wittenberg: Nater, Brandt - Knabe (5), Scheinert; Wald (1), Giese (1), Hildebrandt (4), Zimmermann, Lindner (4), Schröder, Seiffert (5)

Siebenmeter: Borne 4/1 - Wittenberg 7/4; Zeitstrafen: Borne 5 - Wittenberg 7; Rot: Schröder (3x2 Minuten, 57.) -Wittenberg-