Magdeburg (kam/chj) l Drei Spiele, drei Siege: Die Handballer des SV Wacker Westeregeln dominieren die Bezirksliga. Tabellenführer sind sie allerdings nicht, da Langenweddingen II bereits eine Partie und einen Punkt mehr auf dem Konto hat. Mit einem 39:23 (17:10)-Erfolg über den HSV Magdeburg II verdeutlichte der SVW, dass er große Ambitionen hat. Zahlreiche Wacker-Fans begleiteten ihre Mannschaft in die Landeshauptstadt, um sich die Partie gegen einen bis dato unbekannten Gegner anzusehen.

Der Auftakt gehörte komplett den Gästen, die durch Tore von Kreismann Andy Rothe, Rechtsaußen Christopher Gorges und Mike Garbaczok vorlegten. Zudem bewies Keeper Florian Pierschalla mit einem parierten Strafwurf gleich zu Beginn seine Topform. Selbst eine frühe Auszeit brachte dem HSV II keine Sicherheit - der SVW führte nach zwölf Minuten bereits mit 7:0.

Doch allmählich fanden die Gastgeber ins Geschehen und trafen zum 4:9. Wacker ließ das aber nicht unbeantwortet und baute eine Zehn-Tore-Führung (16:6) aus. Durch zwei verwandelte Strafwürfe konnte sich der HSV II mit einem 10:17 in die Halbzeit retten.

Auch nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild: Konter Gorges, Treffer Sven Liebscher, Strafwurf Steffen Laschke und wiederum Gorges per Konter - in der 39. Minute führten die Gäste wieder mit zehn Toren Vorsprung (21:11). Die Gastgeber versuchten, den Anschluss nicht zu verlieren - mit mäßigem Erfolg. Denn zum Rückstand kamen nun auch noch erhebliche Unstimmigkeiten unter den Magdeburgern hinzu. Westeregeln ließ sich davon nicht irritieren, traf munter weiter und baute die Führung auf zwölf Tore aus.

Nach einer überragenden Leistung von Pierschalla wechselte Coach Matthias Zeidler den Neuzugang aus Oebisfelde, Stefan von Zabiensky, ein. Auch Rechtaußen Christopher Gorges durfte nach einer guten Partie und sieben Treffern auf der Bank Platz nehmen und sich eine Verschnaufpause gönnen. Der Westeregelner Leistung taten die Wechsel keinen Abbruch. Das Haar in der Suppe: Erneut scheiterte Wacker an der 40-Tore-Marke. Von Suppe wollte nach dem souveränen 39:23-Erfolg in einem ungeliebten Sonntags-Spiel allerdings niemand etwas wissen, denn der SVW belohnte sich selbst mit einem brasilianischen Mannschafts-Essen.

Wacker-Coach Zeidler war trotz des hohen Sieges um Bodenständigkeit bemüht: "Das hohe Ergebnis täuscht etwas. Magdeburg war nicht so schlecht, wie die Zahlen vermuten lassen. Wir hatten anfangs Glück, dass wir uns so absetzen konnten. Aber wir haben unsere Vorgaben gut umgesetzt und relativ wenig Fehler produziert. Am Ende haben wir einfach konzentrierter geworfen."

Wacker Westeregeln: Pierschalla, von Zabiensky - Rothe (5), Thamm (4), Gorges (7), Klockmann (7), Garbaczok (6), Laschke (6/3), Pufahl (1), Elsner (2/1), Liebscher (1)

HSV Magdeburg II: Fründ - Hüdepohl (1), Hoheisel, Fiedler, Molendzki (5), Janke (1), Voss, Galke, Kostka (3), Kölbel (2), Butt (2), Völkel, Kaune (4), Baethge (5/4)

Siebenmeter: HSV II 5/4 - Wacker 4/4; Zeitstrafen: HSV II 3 - Wacker 4