Staßfurt (chj) l Nachdem die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt zuletzt die HSG Freiberg entthronten, bekommen sie es nun mit dem Thronfolger zu tun. Ab 17 Uhr wartet auf die Mannschaft von Uwe Mäuer der HC Glauchau/Meerane, der verlustpunktfrei die Tabelle der Mitteldeutschen Oberliga anführt. Dabei sehen die Vorzeichen allerdings gar nicht gut aus.

Unter der Woche konnte Mäuer das Training nur mit einer dezimierten Gruppe abhalten. Viele Staßfurter konnten verletzt, arbeits- oder krankheitsbedingt nicht teilnehmen. "Das waren nicht die besten Voraussetzungen", berichtet Mäuer. Oliver Jacobi und Alexander Ernst drohen weiter auszufallen, während es Sebastian Retting definitiv tut. Er ist aufgrund der Vorkommnisse nach der Freiberg-Partie bis Dezember gesperrt worden. Die Ausfälle werden sich auch auf die Startformation auswirken. Insbesondere auf halblinks klafft eine Lücke. "Aber da müssen wir durch."

Dabei wären viele Wechselmöglichkeiten hilfreich, um auf den Facetten-Reichtum der Gastgeber reagieren zu können. "Glauchau ist eine eingespielte Truppe. Dabei ist fast alles auf drei oder vier Akteure zugeschnitten", weiß Staßfurts Trainer.

Es wird auf Mäuers Ideen ankommen, wie die starke Defensive der Gastgeber zu knacken ist. "Eigentlich haben sie keine Schwächen, an die man anknüpfen kann." Deswegen wird der Ball laufen müssen und viel Laufarbeit notwendig werden, um die "eher zurückgezogene Abwehr in Bewegung zu kriegen". Auf die Staßfurter wartet also das komplette Konträrprogramm im Vergleich zu den aggressiven Freibergern.