Ein letztes großes internationales Turnier für den Abschluss des Jahres und mittendrin die Sport- und Karateschule Staßfurt, die als Mitausrichter fungierte. Am Sonnabend luden die Bodestädter zusammen mit dem Yamakawa Karate-Do Ballenstedt/Halberstadt zur 3. Internationalen Harzmeisterschaft nach Ilsenburg in die Harzlandhalle ein. Das Turnier der befreundeten Vereine wurde von allen Wettkämpfern gut angenommen.

Ilsenburg (kto/nrc) l Nicht nur deutsche Karatekas aus insgesamt 35 Vereinen erfreuten sich an der fehlerlosen Organisation, sondern auch Karatekas aus Russland. Die Harzmeisterschaft erfolgte nach den Regeln der World Karate Federation (WKF). Die Vereine Yamakawa Karate-Do Ballenstedt/Halberstadt, ASV-Sangerhausen und die Sport- und Karateschule Staßfurt traten gemeinsam als Kampfgemeinschaft Vorharz/Harz an.

Die Meisterschaft begann mit einer traditionellen Eröffnung. Hierbei wurde sich vor den Kampfrichtern und vor dem Publikum verbeugt. Diese Verbeugungen finden nicht nur zu Beginn statt, sondern auch vor und nach jedem Kampf. Sie sind Zeichen des Respekts und dieser ist im Karate von höchster Wichtigkeit.

Eröffnet wurde das Turnier außerdem von Alexander Löwe (Präsident des Karateverbandes Sachsen-Anhalt) und von Detlef Brozio (Vizepräsident Kreissportbund Harz). Dann begannen die Kata-Wettkämpfe. Kata ist eine Form des Karate und zeigt den Kampf gegen imaginäre Gegner. Hier bewerten die Kampfrichter Geschwindigkeit, Kraft, Körperkontrolle und Ausdruck.

Dass das Turnier ein hohes Niveau hatte, zeigte der Start von Marie-Josefine Richter aus der Kampfgemeinschaft Vorharz/Harz. Sie ist derzeit fünffache deutsche Karatemeisterin. Sie zeigte ihre Katas nicht nur in ihrer Altersklasse U 18, sondern mischte auch bei den Frauen über 18 Jahre mit. In beiden Kategorien konnte sie jeden Kampf einstimmig für sich entscheiden und holte gleich zwei Pokale für die Kampfgemeinschaft Vorharz/Harz.

In dem gut besetzten Pool der Mädchen U 18 konnte sich die 13-jährige Staßfurterin Jule Tomischka zunächst durch-setzen, nach gelungenen Kämpfen unterlag sie jedoch der Zweitplatzierten Theresa Bock und gewann die Bronzemedaille.

In der Disziplin Kata Jungen U 18 trat Lucas Tomischka an. Er präsentierte sich trotz eines halbjährigen krankheitsbedingten Ausfalls wieder sehr stark. Nach nur drei Wochen Training feierte Lucas sein Comeback mit Platz eins.

Auf die Kata-Begegnungen folgten das Kumite (Kampf). Dort traten auch schon die jungen Sportler der Kampfgemeinschaft Vorharz/Harz an. Max Merkel und Ben Heller waren zum ersten Mal bei einem internationalen Turnier dabei. Max hatte in seiner Kategorie (U 8, 9-8 kyu) 16 Gegner vor sich und erreichte das Pool-Halbfinale. Dort verlor er allerdings gegen den späteren Zweiten Marianian Arten vom Verein Csk Best aus Russland. Dennoch holte er auf diesem großen Turnier Platz vier.

Ähnlich erging es dem siebenjährigen Ben. Beide Nachwuchs-Kämpfer müssen noch mehr an Erfahrung sammeln, um den Gegner in seinen Techniken zu durchschauen.

Felix Kuse ging hochmotiviert gleich in vier Kategorien auf die Matte. Doch sein heiß ersehnter Pokal blieb durch ein wenig Unachtsamkeit aus. Dennoch waren zwei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen ein gutes Resultat mit vielen gewonnen Kämpfen und Erfahrungen.

In der Kategorie Kumite male U 16 erkämpfte sich Tom Bothe erfolgreich den ersten Platz. Mit dem Kumite Team U 18 erreichte der 14-Jährige zusammen mit den älteren Kämpfern Leon Geist und Felix Kuse den zweiten Rang.

Die Kampfgemeinschaft Vorharz/Harz belegte mit 17 Gold-, 24 Silber- und 37 Bronzemedaillen in der Gesamtwertung den ersten Platz. Die Kampfgemeinschaft Elbe-Saale wurde Zweiter gefolgt von Bushido Waltershausen.

Michel Olschewski, Trainer der Sport- und Karateschule Staßfurt war mit seinen Schützlingen zufrieden und bezeichnete die 3. Internationale Harzmeisterschaft als einen "gelungenen Abschluss für die Wettkampfsaison 2014".