Um weiter im oberen Bereich der 3. Handball-Liga zu bleiben, möchte der HC Salzland 06 gegen die HSG Hannover-Badenstedt unbedingt zwei Punkte einfahren. Anwurf ist morgen um 16 Uhr im Ascaneum.

Hannover/Staßfurt l Die Gäste liegen zwar mit nur vier Pluspunkten unweit der Abstiegsregionen, unterschätzen wird sie HCS-Trainer René Linkohrdeswegen aber nicht. Schließlich versteht sich Hannover als Ausbildungsmannschaft, hat eine Kooperation mit dem SVG Celle in der 1. Bundesliga. Dementsprechend werten beispielsweise Kathrin Pichlmeier oder Saskia Rast den Kader auf. Das Gros bilden aber Spielerinnen der Jahrgänge 1995 bis 1997. "In erster Linie kommt es uns auf die Ausbildung der jungen Spielerinnen an. Natürlich wollen wir trotzdem gewinnen", bestätigt Trainer Thomas Löw.

Der HCS 06 ist also gewarnt, darf die Gäste nicht ins Laufen kommen lassen, muss sich auch vor der Schnellen Mitte in Acht nehmen. "Wir bevorzugen den schnellen und modernen Handball. Das scheint auch für den HC Salzland zu gelten. Solche Mannschaften, zu denen auch der HC Leipzig II und die HSG Blomberg-Lippe II zählen, liegen uns eher", schätzt Löw ein. Derzeit hat er allerdings mit Personalproblemen zu kämpfen, gleich in der ersten Runde des DHB-Pokals (38:39 gegen Henstedt-Ulzburg) verletzte sich Pichlmeier, seitdem "haben wir kein Training und kein Spiel in voller Besetzung absolvieren können. Sonst wäre es möglich gewesen, vier Punkte mehr auf dem Konto zu haben."

Auch Linkohr weiß: "Die bisherige Ausbeute von Hannover täuscht über das Bild hinweg." Schließlich belegte das Team im vergangenen Jahr in der Staffel Nord einen guten vierten Platz. "Wir müssen hellwach sein." Salzland wird sich auf sein eigenes Spiel konzentrieren. "Wir müssen in der Abwehr Beton anrühren, um einfache Treffer erzielen zu können und uns nicht alles im Positionsspiel erarbeiten zu müssen", sagt Linkohr. "Wir wissen, dass es ein hartes Stück Arbeit wird."

Dabei kann er wieder auf die Dienste von Yvonne Sachse zählen, die ihre Erkrankung auskuriert hat, in der Defensive für zusätzliche Stabilität sorgen soll und zum wichtigen Bestandteil der Abwehrmauer avancieren kann, um ein Durchbrechen des Gegners zu vermeiden.