Hadmersleben (fna) l Diese Auferstehung hatte man der ZLG Atzendorf wohl nicht zugetraut. Eine Woche nach der niederschmetternden weil unnötigen 2:3-Niederlage gegen Schwarz-Gelb Bernburg feierte das Team einen überraschenden 2:1 (1:0)-Erfolg beim TSV Hadmersleben in der Fußball-Landesklasse. Und "dort gewinnt nun wirklich nicht jeder", wusste auch ZLG-Trainer Steffen Grohe aus Erfahrung der vergangenen Jahre.

Wenngleich der Erfolg nur durch den guten Auftritt der gesamten Mannschaft eingefahren werden konnte, stachen vier Namen noch heraus. Stefan Rock, Kai Faatz, Alexander Kutz und Christian Rock hatten auf die Zähne gebissen, liefen auf, obwohl sie angeschlagen waren und zeigten eine überaus kämpferische Leistung. "Sie sind an ihre Grenzen gegangen", lobte Grohe. Denn als Kutz ausgewechselt werden musste, "konnte er überhaupt nicht mehr".

In der ersten Hälfte "haben wir guten Fußball gezeigt", lobte Grohe. Erst prüfte Sven Wolter den gegnerischen Keeper mit einem Kopfball, dann verwandelte Daniel Ebeling zur 1:0-Führung. Beim Versuch, den Ball noch abzuwehren, verletzte sich TSV-Keeper Andy Behrens, er musste ausgewechselt werden. "Das hat Hadmersleben wohl etwas geschockt, wir haben sie regelrecht beherrscht", sagte Grohe. Zählbares sprang aber nicht heraus.

Nach dem Wechsel versuchten die Gastgeber alles, um den Ausgleich zu erzielen. Zunächst vereitelte ZLG-Keeper Lukas Fiser einige Chancen, doch als er den Schuss von Patrick Darius nur nach vorn abklatschen konnte, staubte Ronny Manegold zum Ausgleich ab.

Atzendorf ließ sich aber nicht schocken, sondern kämpfte sich weiter durch die Partie. Nach schönem Angriff über die rechte Seite und Flanke von Daniel Ebeling verwandelte Stefan Rock per Direktabnahme mit einem Traumtor zur erneuten Führung. Die letzten Minuten, in denen der ZLG endlich auch mal das Glück zur Seite stand, "waren dann Kampf pur". Nach einer Ecke wehrte Christian Rock den Kopfball von Andreas Graul mit der Schulter ab. "Es gab Zeiten, da hätten wir da einen Elfmeter gegen uns bekommen." Doch der Pfiff blieb aus. Die Atzendorfer kämpften sich auch durch die knapp acht Minuten Nachspielzeit und feierten eine wahre Wiederauferstehung.

Atzendorf: Fiser - C. Rock, Maier (78. Siebert), Kutz (52. Gehrke), Wolter, Faatz, Ebeling, Stange (90.+2 Brüggemann), Sura, S. Rock, Knoll

Tore: 0:1 Daniel Ebeling (19.), 1:1 Ronny Manegold (62.), 1:2 Stefan Rock (71.); SR: Alexander Schulz (Blankenburg); ZS: 90