Salzlandkreis (chj) l Wer hätte das gedacht? Der BSV Eickendorf entpuppte sich als Stolperstein für die TSG Unseburg/Tarthun, die bis dato eine Weiße Weste in der Fußball-Salzlandliga hatte. Gegen tiefstehende Eickendorfer "lief es einfach nicht", sagte Markus Evert, der selbst für die TSG auf dem Rasen stand und Teil von "keiner guten Mannschaftsleistung" war. Ein Konter brach dem Tabellenführer schließlich das Genick, "danach lief nichts mehr". Dennoch bleibt Unseburg optimistisch, peilt in der "Englischen Woche" vier Punkte gegen Welsleben und Winningen an.

Auf Eickendorfer Seite hingegen herrschte Freude über den Erfolg gegen den Favoriten. "Wir haben uns nach dem blamablen Calbe-Spiel wieder zusammengerafft", sagte Trainer Marco Schmoldt. Nach dem Wachrüttler gegen die TSG-Reserve fuhr der BSV sieben Punkte aus drei Partien ein. "Das gibt uns einen Schub für die kommenden Wochen." Diesen dürfte das Team auch brauchen, hat es am Wochenende schließlich mit Winningen und Bernburg "zwei Kracher" vor der Brust, auf die aber optimistisch geschaut wird. Den Grund dafür sieht Schmoldt in den Köpfen seiner Schützlinge. "Mittlerweile hat jeder begriffen, dass es nur geht, wenn alle an einem Strang ziehen. Nur wer viel arbeitet, hat auch mehr Glück."

Weder Freude noch Enttäuschung, sondern eher Ärger über zwei vergebene Punkte gegen Neugattersleben hatte Wolmirslebens Trainer Jürgen Kauws. Die Art und Weise des Gegentreffers in der Nachspielzeit brachte ihn auf die Palme. Ein Neugatterslebener lag verletzt im SVW-Strafraum, weswegen Wolmirsleben den Ball ins Seitenaus beförderte. Doch statt den Ball zurückzuspielen, schoss der VfB auf den Kasten von Thomas Kneisel, der zur Ecke abwehrte - und der Eckstoß führte zum 2:2.

Kauws sprach von einer "ganz großen Sauerei, da unser Fairplay bestraft wurde". Dabei richtete sich der Ärger nicht nur gegen die Gäste, sondern auch gegen Schiedsrichter Mike Feller, der auch auf den Eckball hätte verzichten und abpfeifen können, da die Nachspielzeit vorüber war.

VfB-Coach Kay Resch sagte diesbezüglich, dass das "von uns sehr unglücklich, aber nicht unfair war". Selbst hätte man einen Abseitstreffer nicht bekommen, der nach seinem Gusto regulär war. Außerdem verwies er den SVW auf das berühmte Glashaus, da sich die Gastgeber mit sieben Gelben Karten, davon "zwei Dunkelgelbe", auch nicht fair agierten.