Plauen (chj) l Im Vorfeld äußerte Uwe Mäuer, Trainer des HV Rot-Weiss Staßfurt, dass die Tagesform gegen den HC Einheit Plauen entscheidend werden könnte, um in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga die nächsten Punkte einzufahren. Er sollte Recht behalten, denn seine Mannschaft fand nicht so richtig ins Geschehen und unterlag am Ende mit 27:30 (12:17).

Mäuer feierte gestern seinen 43. Geburtstag und hätte sich bestimmt über zwei Auswärtspunkte gefreut. Doch sein Team fand einfach kein Mittel, ihm dieses Geschenk zu ermöglichen. "Wir haben einfach keinen Zugriff gefunden und sind nicht ins Spiel gekommen", sagte Nils Hähnel, der mit sechs Treffern Staßfurts erfolgreichster Werfer war.

Plauen erwischte die Gäste frühzeitig auf dem falschen Fuß, setzte sich gleich zu Beginn zum 5:2 ab. Die rot-weisse Bank reagierte, nahm die Auszeit. "Aber auch danach wurde es nicht wirklich besser", sagte Hähnel. Zwar schloss der HVS zum 5:5-Ausgleich auf, doch in der Folge legte Einheit wieder vor. "Wir sind nicht dazu gekommen, unser eigenes Spiel aufzuziehen." Hähnel erklärte aber, dass dies nicht an den Gastgebern lag, sondern an den Staßfurtern selbst. "Wir wurden nicht übermäßig unter Druck gesetzt. Aber durch unseren Zeitlupen-Handball haben wir es dem Gegner leicht gemacht." Auch einige Wechsel, insbesondere im Rückraum, brachten nicht den gewünschten Schub. So wurde mit einem Fünf-Tore-Rückstand der Gang in die Kabine angetreten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste etwas wacher aus der Kabine, verkürzten auf zwei Tore. "Wir wollten uns nicht abschlachten lassen", so Hähnel. Aber der Wurm war drin und wollte nicht raus. "Immer wenn wir wieder dran waren, haben wir uns Fehler geleistet, die den Gegnern leichte Tore ermöglichten." So plätscherte das Geschehen vor sich hin, bis Plauen die Platte schließlich als Sieger verließ.

"Ich würde sagen, die Fans sahen heute kein Feuerwerk von uns, aber der Auftritt der Mannschaft war sehr solide. Der Sieg war von Anfang bis Ende nie in Gefahr", ließ Einheit-Trainer Sven Liesegang auf Plauens Internetseite verlauten. Dem gab Hähnel recht, stellte aber klar, dass die Mannschaft selbstkritisch sei. "Wir haben direkt nach dem Spiel die Fehler analysiert." Diese sollen nun ausgemerzt werden, um in knapp zwei Wochen vor heimischer Kulisse den Zwickauer HC zu schlagen.

HV Rot-Weiss Staßfurt: Tuchen, Schliwa - Dittmar, Fuhrmann, Ortmann (1), Mennecke (2), Jacobi (1), Ernst (4), Rach (3), Hähnel (6), Scholz (4), Rindert (3), Secara (3)

Zeitstrafen: Plauen 3 -Staßfurt 7