Den Handballerinnen des HC Salzland 06 steht heute ab 17.30 Uhr eine Herkules-Aufgabe bevor: Sie gastieren beim Tabellenführer der 3. Liga, dem SV Germania Fritzlar.

Staßfurt/Fritzlar l Fritzlar - eine überschaubares Städtchen im Norden Hessens mit 14.000 Einwohnern. Die "Wildgänse" um Trainer René Linkohr fahren allerdings nicht knapp 250 Kilometer mit dem Bus, um sich die "Stadt des Friedens" anzusehen. "Wir wollen Fritzlar fordern und das Maximum herausholen", gibt der Coach die Marschroute vor, fügt aber an, dass Germania als Tabellenführer als Favorit in die Partie geht.

Sein Gegenüber, Fritzlar-Coach Detlef Kleinmann, weiß um diese Rollenverteilung. "Wenn man oben steht, wird man natürlich gejagt." Er weiß aber auch, dass es kein leichter Gang für seine Mannschaft wird. "Der HC Salzland ist sehr schwer zu bespielen. Hinten agiert er sehr aggressiv, vorn sehr wuselig. Wir gehen dem Gegner mit großem Respekt entgegen." Kleinmann weiß um die große Stärke der Gäste: "Sie suchen hinten frühzeitig den Kontakt und schnelle Gegenstöße."

Personell können beide Seiten nicht aus dem Vollen schöpfen. Während Fritzlar "schon seit Saisonbeginn von Verletzungen geplagt" ist, suchte die Salzländer eine Krankheitswelle heim. Entsprechend verlief die Trainingswoche nicht nach dem Gusto von Linkohr. Er versichert aber, trotzdem intensiv vorbereitet und selbstbewusst abzureisen.

Selbstbewusst werden aber beide Seiten auftreten, denn auch Kleinmann erklärte, dass er "guter Dinge ist". Optimistisch stimmt ihn auch die Moral seiner Mannschaft, die des Öfteren Kampfgeist bewies - zuletzt beim 26:25-Erfolg über den HC Leipzig II nach Rückstand. Dies bringt dem Coach die Gelassenheit, sich auch heute "nicht frühzeitig absetzen zu müssen". Auch Linkohr glaubt, dass die Partie bis zum Schluss eng verlaufen werde.

Der Bus zum Auswärtsspiel nach Fritzlar fährt um 11.30 Uhr von der Staßfurter Post ab.