Die Volleyballer des VC 97 Staßfurt erlebten einen Landesliga-Spieltag nahe der Perfektion. Bei den Auswärtsprüfungen gegen den KSC Magdeburg und der GutsMuths Quedlinburg gaben sich die Männer um Kapitän Robert Stinner keine Blöße. Beide Gegner wurden klar mit 3:0 bezwungen.

Magdeburg (sk/chj) l Die Vorzeichen deuteten vor den Partien nicht unbedingt auf Sieg, denn der VC 97 musste aus gesundheitlichen Gründen auf Chef-Zuspieler Christian Bechtle verzichten. Der vom Libero kurzerhand umfunktionierte Bernd Hönig und der etatmäßige zweite Zuspieler, Marcel Sinke, erfüllten diese wichtige Personalie im Tagesverlauf mit Leben. Und nicht nur das: Allen Mannschaftsteilen war anzumerken, dass ein fehlender Zuspieler eher Ansporn als Handycap darstellte.

Den unbedingten Staßfurter Siegeswillen bekam zuerst der Gastgeber aus Magdeburg zu spüren. Eine 7:1-Führung der Gäste, erzielt durch eine durchweg hohe Qualität in den Aufschlägen, zog den Elbestädtern schnell den Zahn. Dieser Vorsprung wurde bis zum 25:10 mehr als nur ausgebaut.

Infolge des unerwartet klaren Satzgewinns ließen es die VC 97-Männer im nächsten Durchgang etwas ruhiger angehen. Obwohl sich die Staßfurter dennoch eine klare Führung erarbeiteten, hielt in der Erwartung eines schnellen Sieges der Schlendrian Einzug. Nach zwei nötigen Auszeiten und klaren Worten fanden die Gäste beim 22:22 wieder in die Erfolgsspur und beendete mit einem krachenden Einerblock von Andreas Wernicke den zweiten Durchgang mit 25:22. Der demoralisierte Gegner zeigte im weiteren Verlauf der Partie kaum noch Gegenwehr, sodass der finale Satz mit 25:13 erneut nach Staßfurt ging.

In der zweiten Tagesprüfung wartete der bis dato amtierende Tabellenführer aus Quedlinburg auf die VC 97-Mannen. Doch auch in diesem Spiel zeigte sich die im Training erarbeitete Qualität in den Staßfurter Reihen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Mannschaften bis zum 24:24, mit teilweise spektakulären Szenen auf beiden Seiten, unterstrichen die Aufstiegs-ambitionen der agierenden Teams. Die stärkeren Nerven hatte aber der VC 97, der sich beim 25:24 eines Satzballs gegen sich erwehren musste und diesen nicht nur abwehrte, sondern mit drei aufeinanderfolgenden Punkten den Durchgang zu seinen Gunsten drehte.

"Der Glaube an die eigenen Stärken und der Mut, diese auf das Parkett zu bringen, waren an diesem Tag der Schlüssel zum Erfolg", so der sichtlich zufriedene Kaptitän Robert Stinner. Die beiden restlichen Sätze wurden infolgedessen relativ klar mit 25:18 und 25:16 gewonnen. Gute Aufschläge und ein hervorragend postierter Staßfurter Block sorgten für die auch in der Höhe verdienten Spielstände.

Ein schöner Nebeneffekt war, dass der VC 97 Staßfurt nach diesen Siegen zumindest bist zum nächsten Spieltag alleiniger Tabellenführer der Landesliga Nord ist und zumindest schon mal ein kleines bisschen in Richtung Aufstieg in die Landesoberliga schielen darf.

VC 97 Staßfurt: Hönig, Groth, Ruhnow, Stinner, Schmidt, Bornemann, Dornemann, Haustein, Sinke, Wernicke