Nienburg/Kleinmühlingen (fna) l Trotz der 2:5 (2:1)-Niederlage im Viertelfinale des Fußball-Salzland-Pokals gegen den TSV Kleinmühlingen/Zens lässt sich der 1. FSV Nieburg nicht aus der Fassung bringen. Der Tabellenerste der Salzland- liga trat die Partie stark ersatzgeschwächt an und dennoch "haben wir so lange gekämpft wie die Kraft reichte", betonte Trainer Dirk Bizuga.

Bis zum Jahresende haben die Nienburger noch schwere Aufgaben zu absolvieren. Nach der Partie in Hakeborn (14.) empfängt der 1. FSV den BSV Eickendorf (13.), bevor das Spitzenspiel bei der TSG Unseburg/Tarthun (2.) bevorsteht. "Wir hoffen, dass unter der Woche einige Verletzte zurückkommen, aber unser Blick geht nicht nach oben. Wir können nur von Spiel zu Spiel denken und versuchen, jedes zu gewinnen. Danach werden wir sehen, wo wir stehen."

Die richtige Einstellung hatte auch sein "Ergänzungskader" unter Beweis gestellt. Nicht nur, dass er kämpferisch bis zum Ende alles gab, auch spielerisch überzeugte das Team in der ersten Halbzeit, konterte den TSV mehrfach clever aus. Nienburg hatte lediglich im Abschluss die nötige Abgeklärtheit vermissen lassen, als beispielsweise die gute Möglichzeit zur 3:1-Führung leichtfertig vergeben wurde. Aber das kann das Team am Wochenende besser machen.

Angesichts des straffen Restprogramms, das auch vor dem TSV liegt, lassen sowohl der Erfolg im Pokal als auch die Rückkehr von Jens Basener und Johannes Schliemann, die ihre Verletzungen auskuriert haben, Trainer Mario Katte erst einmal aufatmen.

Beide Spieler werden den Kader in den Partien bei Medizin Magdeburg (3.), gegen Arminia Magdeburg (10.), bei Germania Olvenstedt (2.) und Zukunft Magdeburg (15./erstes Rückrundenspiel) verstärken, wenngleich ihnen noch Spielpraxis fehlt. "Es werden sehr schwere Aufgaben für uns. Aber wir haben derzeit einen guten Lauf. Ich hoffe, dass wir diesen auch noch bis zum Ende des Jahres aufrecht halten können", betonte Katte.

Dafür wird auch die nötige Leidenschaft notwendig sein, die seine Schützlinge lediglich in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit im Pokal gegen Nienburg zeigten. Mit guter Laufarbeit, konsequentem Zweikampfverhalten und starkem Pressing vor der Mittellinie gelangen die entscheidenden Ballgewinne, um den 1:2-Rückstand in eine 3:2-Führung zu drehen.

Diese Leistung müssen die Kleinmühlinger in den Punktspielen allerdings auch von Beginn an abgerufen werden. "Wir wollen den Platz ganz vorn so lange wie möglich verteidigen. Wenn es gut für uns läuft, können wir den Vorsprung sogar ausbauen. Dafür müssen wir uns aber über die gesamten 90 Minuten taktisch richtig verhalten", mahnte der Trainer