Staßfurt (nrc) l Es geht um den Anschluss nach oben beziehungsweise den Abstand nach unten. Heute um 19 Uhr treffen mit dem HV Rot-Weiss Staßfurt und der HSG GoGo Hornets zwei direkte Tabellennachbarn aufeinander - Staßfurt ist Neunter, die HSG belegt Platz zehn. Die Partie in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga hat aber nicht nur aufgrund der Tabellenkonstellation jede Menge Brisanz.

In der Vergangenheit gab es auf dem Feld nicht immer nur Auseinandersetzungen um den Ball. "Es wird schon eine heiße Partie", schätzt auch Staßfurts Co-Trainer Andreas Stops ein. Ob das Spiel mit einer relativ geringen Torzahl enden wird, wie das Rückspiel der vergangenen Saison (23:23), ist durchaus möglich, denn beide Teams sind für ihre robuste Arbeit in der Defensive bekannt. "Die Hornets sind eine ähnliche Mannschaft wie Zwickau", erklärt Stops. Die Video-Analyse zeigte neben einer guten Deckungsarbeit auch, "dass die HSG große Spieler und damit einen torgefährlichen Rückraum hat. Daher erwarte ich von der Mannschaft, dass sie in der Deckung genauso arbeitet wie im vergangenen Spiel."

Gegen den ZHC Grubenlampe lief es zwar hinten gut, vorn wurde allerdings zu viel verworfen. Auch das will der HVS in Thüringen besser machen. Aufgrund der erneut argen Personalsituation ist dabei aber volle Konzentration von allen Staßfurtern gefragt. Da Spieler wie Tobias Rindert (verletzt), Alexander Ernst (beruflich) und Sebastian Retting (gesperrt) ausfallen, haben zwar diejenigen, die sonst weniger zum Einsatz kommen, ihre Chance, allerdings "gelingt dann möglicherweise das Zusammenspiel nicht immer", befürchtet Stops. "Aber ich bin mir sicher, dass jeder seine Leistung abrufen wird. Wir wollen schließlich unsere Negativserie auswärts unterbrechen. Wenn uns das gegen den Tabellennachbarn gelingt, wäre das umso besser."

Die HSG wird jedoch versuchen, dies zu verhindern, denn sie kann die zwei Punkte mindestens, wenn nicht sogar noch mehr gebrauchen als die Staßfurter. Nach einem misslungenen Saisonstart mit vier Niederlagen in Folge und erst drei Siegen auf dem Konto haben die Thüringer nur zwei Zähler Luft zum Tabellenkeller.