Drohndorf (chj) l Die Fußballer der ZLG Atzendorf haben die Chance, ihren Patzer in Langenstein wieder auszubügeln, verpasst. Stattdessen ereignete sich bei Aufsteiger FSV Drohndorf/Mehringen ein 1:5 (1:3)-Debakel, das Trainer Steffen Grohe überhaupt nicht schmeckte. Statt weiteren Boden in der Landesklasse gutzumachen, deutet der Trend nun auf schwierige Wochen hin.

Die Gäste wussten um die Schwere der Aufgabe und forderten daher, so lange wie möglich die Null zu halten. Dieses Vorhaben gelang ganze neun Minuten, ehe Drohndorfs Tim Kilian alle Atzendorfer Pläne über den Haufen warf. Ein langer Ball fand den Weg in die Gefahrenzone und "gleich drei Spieler konnten die Situation nicht klären", haderte Grohe. Aus dem Gewühl heraus bestrafte Kilian dies mit dem Führungstreffer.

Doch bereits zuvor hätte die ZLG in Rückstand geraten können. Nach drei Minuten kam ein Drohndorfer unbedrängt zum Kopfball. Atzendorfs Keeper Lukas Fiser konnte die Situation jedoch bereinigen.

Ziemlich glücklich gelang den Gästen nur eine Viertelstunde nach dem Rückstand der Ausgleich. Nach einer Ecke griff FSV-Keeper Christian Groß ins Leere. Sven Wolter reagierte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie.

Doch die erwachten Hoffnungen der Atzendorfer fanden nur vier Minuten später ein jähes Ende. Mathias Stephan brachte die Gastgeber erneut in Führung. Als wäre der erneute Rückstand nicht genug, schwächte Kay Faatz die Gäste mit einer glatten Roten Karte noch zusätzlich. In der Höhe der Mittellinie grätschte er von hinten und wurde folglich vom Platz gestellt.

Auswärts, in Unterzahl und mit einem Tor in Hintertreffen - die Chancen der ZLG schwanden. Spätestens in der 42. Minute fiel dann die Entscheidung. Daniel Ebeling verlor den Ball, kam in der Folge nicht hinterher - 1:3. "Das war der Knackpunkt", sagte Grohe.

Dennoch schwor er sein Team in der Kabine noch einmal ein. "Jeder sollte sich nun beweisen." Grohe stellte um, sah sich dazu gezwungen, einen Verteidiger ins Mittelfeld zu beordern. Doch nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erfolgte nach dem Knackpunkt der "Todesstoß". Carlo Bochnig erhöhte zum 4:1. Das 1:5 in der 77. Minute war dann noch das negative i-Tüpfelchen.

"Das war bereits das zweite Sechs-Punkte-Spiel, das wir ausgelassen haben", haderte der ZLG-Coach. Ihn ärgerte auch, dass der Gegner bis dato zehn Treffer erzielte und nun gleich fünffach zuschlagen durfte. Aber "die Niederlage ging auch in der Höhe in Ordnung". Auf die Atzendorfer wartet nun ein Hammer-Programm mit dem SV 09 Staßfurt und Tabellenführer FSV Grün-Weiß Ilsenburg.

ZLG Atzendorf: Fiser - C. Rock, Kutz, Wolter, Faatz, Ebeling, Stange, Schleysing, S. Rock, Knoll, Strobusch

Tore: 1:0 Tim Kilian (9.), 1:1 Sven Wolter (25.), 2:1 Mathias Stephan (29.), 3:1, 4:1 Carlo Bochnig (42., 48.), 5:1 Tim Bauermeister (77.); ZS: 96; SR: D. Neumann (Staßfurt); Rot: Kay Faatz (Foulspiel, 40.) -Atzendorf-