Westeregeln (kam/chj) l Als Tabellenerster der Handball-Bezirksliga empfing der SV Wacker Westeregeln den zweitplatzierten Quedlinburger SV. Jedoch blieb vor einer gut gefüllten Halle das erwartete Spitzenspiel aus, denn die Gastgeber besiegten die Harzer souverän mit 45:23 (21:10) und knackten wieder einmal die 40-Tore-Marke.

Den erste Wurf netzte Westeregelns Mike Garbaczok bereits nach 23 Sekunden ein und gab somit direkt die Richtung der Partie vor. Die Gastgeber legten mit weiteren Toren von Garbaczok, Christian Jakobi und Jimmy Klockmann zum 5:2 vor. Torwart Andreas Howahl leitete mit einem genauen Pass in den Konterlauf von Christopher Gorges, der Andy Rothe in Szene setzte, den nächsten Treffer ein.

Die Gäste versuchten, nicht aufzugeben und konnten zwei weitere Tore für sich verbuchen. Jedoch zog Wacker nach einer Viertelstunde zum 11:4 davon. Trotz Unterzahl gelang es Klockmann, sogar doppelt einzunetzen.

Beim Stand von 16:5 zog Wackers Trainer Matthias Zeidler, der vom verletzten Markus Grau unterstützt wurde, die Auszeit. Nach der kurzen Pause erzielte der eingewechselte Marcel Pufahl seinen Debüt-Treffer. Er lief in dieser Saison erstmals in der ersten Männermannschaft des SVW auf.

Kurz vor der Halbzeit konnten die Gäste aus dem Harz erstmals nach 15 Minuten ein weiteres Feldtor für sich verbuchen, blieben jedoch auch bis zur Pausensirene weit abgeschlagen.

Nach Wiederanpfiff ging es wie in Halbzeit eins weiter. Wackers Rechtsaußen Nick Elsner traf doppelt. Garbaczok scheiterte zunächst beim Strafwurf an Quedlinburgs Keeper, bekam jedoch den Abpraller in die Hände und verwandelte dann doch noch zum 26:14.

Während Westeregeln bereits die 30-Tore-Marke durchbrach, kamen die Gäste noch nicht über die 20 hinaus. Das tat der Angriffslust der Gastgeber aber keinen Abbruch, denn sie netzten weiter munter durch Rothe, Jakobi, Klockmann und Garbaczok zum längst vorentscheidenden 33:17 ein.

Nach einer guten Partie von SVW-Tormann Howahl stand nun Stefan von Zabiensky zwischen den Pfosten. Er war sofort auf der Höhe und hielt einem Strafwurf stand. Klockmann und Garbaczok trafen vorn weiter, auch Pufahl konnte bereits seinen zweiten Treffer markieren und brachte Wacker auf satte 20 Tore Vorsprung (38:18, 51.). Nick Elsner knackte schließlich die 40 Tore in der 53. Minute.

Bis zum Abpfiff schraubte Wacker ein wenig zurück, ließ noch einige Treffer der Gäste zu und netzte selbst noch fünfmal zum Endstand von 45:23 ein.

"Eigentlich war es wie immer. Wir hatten jedoch eine stärkere Quedlinburger Mannschaft erwartet und waren deshalb auch selbst überrascht, dass es so einfach war", sagte Westeregelns Trainer Matthias Zeidler. "Allerdings waren wir dieses Mal auch von Anfang an konzentriert, haben in den ersten 20 Minuten kaum Fehler produziert und unsere Chancen genutzt. Auch die Abwehr stand gut geordnet."

Gänzlich ohne Kritik kam der Coach aber nicht aus: "Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit haben wir dann etwas nachgelassen." Diese verstummte aber schnell wieder. "In der zweiten Hälfte waren wir wieder vollkommen wach, konnten auch gut wechseln, sodass jeder Spielanteile bekam. Am Ende haben wir etwas nachgelassen. So konnten die Gäste noch ein paar Tore über den Kreis erzielen, was jedoch bei dieser hohen Führung normal ist. Der Sieg war hochverdient, Quedlinburg hatte viel zu viel Respekt."

Wacker: Howahl, von Zabiensky, Klockmann (16), Liebscher (2), Gorges (2), Garbaczok (9/1), Jakobi (5), Rothe (3), Thamm (3), Elsner (3), Pufahl (2), Grau

Siebenmeter: Wacker 2/1 - QSV 8/7; Zeitstrafen: Wacker 4 - QSV 6