Freundschaftlicher hätte das Tischtennis-Derby zwischen dem TTC "Glück Auf" Staßfurt III und Bode Löderburg in der Bezirksliga Jerichower Land/Salzland kaum enden können. Beide Teams trennten sich mit einem 8:8-Unentschieden, nach dem es allerdings lange Zeit nicht aussah.

Von Christian Jäger

Staßfurt l Als Tabellenletzter mit nur einem Punkt auf dem Konto gingen die Gastgeber als Außenseiter in die Partie, schließlich reiste Bode mit neunmal so vielen Zählern im Gepäck an. "Vor dem Spiel hätten wir ein Unentschieden sofort unterschrieben", sagte Carsten Loose. Doch nach dieser Rollenverteilung sah es zu keinem Zeitpunkt aus.

So endeten bereits die Doppel ausgeglichen. Beide Seiten sicherten sich einen Vergleich in drei Sätzen, während sich Falk Busche/Carsten Loose gegen die Löderburger Peter Freiberg/Jürgen Leuschner nach fünf Durchgängen geschlagen geben mussten. Damit legten die Gäste zum 2:1 vor, was angesichts der tabellarischen Konstellation nicht ungewöhnlich war.

Überraschend war dann aber das Aufbäumen der Staßfurter in der ersten Einzelrunde. So mussten Tim Pläschke und André Schönrock gegen Freiberg beziehungsweise Steffen-Tobias Beyer über fünf Sätze gehen, behielten dabei aber die Nase vorn. Einzig Andy Konze holte einen Punkt für die Gäste. So drehten die Gastgeber das Geschehen zum 6:3 - es bahnte sich eine Überraschung im Nachbarschaftsduell an.

Doch in der zweiten Einzelrunde wendete sich das Blatt erneut. Die Löderburger legten einen Zahn zu. So punkteten Konze, Thomas Wachtmann, Beyer sowie Marko Fischer und verkürzten zum 7:8. Bei den Staßfurtern blieben lediglich Busche und Jürgen Schäfer siegreich.

Mit der knappen Führung hatten es Loose und Busche in der Hand, gegen Konze und Wachtmann im Entscheidungsdoppel den ersten Saisonsieg zu sichern. Doch im Vergleich der beiden Spitzenpaarungen behielten die Gäste mit 3:1 die Oberhand und retteten Bode damit auf der Zielgeraden den Punkt. Als Stütze entpuppte sich Konze, der in beiden Doppeln und Einzeln ungeschlagen blieb. Loose erkannte Konzes Leistung neidlos an. "Er verfügt über das beste Spielvermögen, schließlich hat er bereits Verbandsliga-Erfahrung." Aber er war auch mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung."

"Am Ende waren die Doppel ausschlaggebend und das Zünglein an der Waage", sagte Loose. Von den vier Vergleichen, inklusive des finalen ganz am Ende, konnten die Staßfurter nur eins für sich entscheiden. "Dabei hatten wir in jedem Satz die Chance, den Sack zuzumachen."

Doch statt sich über den vergebenen Punkt zu ärgern, überwiegt das Positive bei den Staßfurtern. "Wir müssen nicht mit uns hadern, schließlich sind wir nicht mehr Letzter." Die Rote Laterne übernahm nun Welsleben. Um einen drohenden Abstieg zu verhindern, ist es aber noch ein langer Weg. "Wir wussten bereits im Vorfeld, dass es schwer wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt", gibt sich Loose kämpferisch. Wichtig sei es, trotzdem nicht den Spaß zu verlieren und sich bewusst zu werden, "dass wir bislang noch nie vorgeführt wurden".

Staßfurt III: Pläschke (1), Busche (1), Schönrock (1,5), Krause (1,5), Schäfer (2), Loose (1)

Löderburg: Konze (3), Freiberg (0,5), Wachtmann (2), Beyer (1), Leuschner (0,5), Fischer (1)

 

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