Derbyzeit in der Fußball-Landesklasse - der SV 09 Staßfurt (5.) empfängt morgen ab 14 Uhr die ZLG Atzendorf (12.). Für beide Seiten wird es eine wichtige Partie. Während der SV 09 wieder eine Serie starten will, wird die ZLG alles daran setzen, mit großem Kampf den Negativtrend zu stoppen und Abstand zum Tabellenkeller zu halten.

Staßfurt/Atzendorf l Auch wenn die Gastgeber von einer klaren Rollenverteilung nichts wissen wollen, da laut Co-Trainer Axel Quednow "jedes Spiel bei Null anfängt", ist selbige nicht von der Hand zu weisen. Nicht nur die Unterschiede im Hinblick auf die Tabellenpositionen, auch der Blick auf die Tordifferenz (Staßfurt 34:19 Atzendorf 18:31) untermauert diesen Eindruck. Die Zahlen kennt natürlich auch Quednow, der dennoch dabei bleibt, dass "beide Seiten 90 Minuten Zeit haben, um Punkte einzufahren" und im Sport alles möglich sei.

Doch wie viel die Statistik in einem Derby zu bedeuten hat, ist unklar - auch wenn eine entsprechende Stimmung auf beiden Seiten noch nicht aufkam. Nach der 1:5-Abreibung in Drohndorf und dem bitteren 0:1 in Langenstein "war unter der Woche erst einmal Aufbauarbeit gefragt", sagte ZLG-Coach Steffen Grohe. Er hofft, dass in den abschließenden Trainingseinheiten noch eine kampfeslustigere Derbystimmung einzieht. Für Quednow ist es sogar "ein Spiel wie jedes andere".

Die Gastgeber wollen von einer Favoritenrolle zwar nichts wissen, peilen aber trotzdem einen Dreier an. "Wir wollen die Punkte unbedingt in Staßfurt behalten." Nicht nur, da es das letzte Heimspiel des Jahres ist, sondern um eine neue Serie zu starten. Die vorige stoppte Tabellenführer Ilsenburg mit 3:2. Die Niederlage wurde aber prompt mit einem 2:1-Sieg in Hötensleben beantwortet. Doch nicht nur die Ergebnisse sollen passen: "Wir wollen auch Konstanz ins Spielerische bekommen."

Von Konstanz kann auch in Atzendorf keine Rede sein. Das liegt zum Großteil daran, dass Grohe Woche für Woche umstellen muss. In der abgelaufenen Saison rang die ZLG dem SV 09 in der Hinrunde ein 2:2 ab, in der Rückrunde gewann sie sogar mit 2:1. Dabei hütete Sascha Eisenträger das Tor, Phillip Voigtländer agierte als Abwehrchef, Sebastian Tolle war der Torgarant. Nun sind sie langzeitverletzt und werden morgen fehlen.

Trotz der personellen Umstände gibt die 1:2-Niederlage in Staßfurt Grund zur Warnung. "Wir hatten lange geführt und am Ende verloren", erinnert sich Quednow. Er weiß, dass der SV 09 "technisch die bessere Klinge schwingt", aber auch, dass die Atzendorfer "über Kampfkraft dagegenhalten". Dies wollen die Gäste bestätigen, denn "nur so ist angesichts unserer Lage etwas möglich", so Grohe.

Es fehlen: Sven Limpächer, Danny Reuscher, Jens Feilenhauer (alle verletzt) -Staßfurt-, Andreas Spangenberg (privat), Kay Faatz (Rotsperre), Benjamin Schleysing -Atzendorf-

SR: Marco Uhlmann (Magdeburg): Saison 2013/14: 1:2/2:2