Magdeburg (chj) l Wenn der Tabellenerste der Sachsen-Anhalt-Liga das Schlusslicht empfängt, scheinen die Fronten klar abgesteckt. Zumal beim Primus mit Michael Jahns ein "kleiner handballerischer Gigant" aufläuft. Am Ende fand die Rollenverteilung Bestätigung und der SV Germania Borne unterlag beim HSV Magdeburg mit 22:30 (9:16).

Doch nach klar verteilten Rollen sah es zunächst gar nicht aus. In den ersten zehn Minuten begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe - "wie immer bei uns", wie Bornes Steffen Halfpap erklärte. Doch dann erlag die Germania ihrem alten Leiden: Der Chancenverwertung. "Wir vergaben drei klare Möglichkeiten, der Gegner bestrafte das und zog zum 11:6 davon." Selbst Siebenmeter scheinen Borne in unsicheren Phasen nicht nah genug zu sein, denn drei schlugen nicht ein.

Allmählich setzte sich der HSV um Denker und Lenker Jahns ab - und Borne ließ in der Folge laut Halfpap "die Zügel schleifen". Dabei zog sich die Chancenverwertung wie ein Roter Faden durch die Partie, "was einem in der Liga das Genick bricht". So gewann der Spitzenreiter am Ende nicht unverdient.

Germania Borne: Krautwald - Schulke (4), Scholz (5/1), Prosowski (2), Hagemeyer (1), Schafflik (3), Fink (1), Halfpap (6/2), Neugebauer