Am Wochenende stellte die Sport- und Karateschule Staßfurt ihren ersten Karate-Lehrgang auf die Beine. Trainer und Vereinsvorsitzender Michel Olschewski (4. Dan Shotokan im DKV) freute sich über die 100 Teilnehmer aus allen Kyu-Stufen.

Staßfurt (kto/chj) l Am Sonnabend trafen sich die begeisterten Karatekas in der Sporthalle des Staßfurter Dr. Frank Gymnasiums, um Übungseinheiten unter den Kata-Landestrainern Marcus Gutzmer (5. Dan, Rheinland-Pfalz) und Alexander Löwe (4. Dan, Sachsen-Anhalt) sowie Kumite-Trainer Michel Olschewski zu absolvieren. Auf dem Lehrgangsplan standen in der Unterstufe die Heian Kata und in der Oberstufe die Kata Bassai Dai sowie Jion.

Das Wort Bassai bedeutet "Sturm auf die Festung", Jion "Liebe und Güte". Aber auch die Kata Kanku Dai war Bestandteil des Trainingsplans. Die Bewegung "zum Himmel schauen" wird in der Kanku Dai gleich in der ersten Technik umgesetzt.

Parallel trainierte der Landeskader Kata in den Vereinsräumen der Karateschule. Somit waren auch die vielen Karatekas auf den Staßfurter Straßen rund um den Königsplatz, von deren Kluft man nur die weiße Karate- hose unter warmer Jacke sah, zu erklären. Denn die Kaderathleten und Trainer mussten zwischen den beiden Übungsstätten hin und her wechseln. Das neu erweiterte Dojo war für die vielen Begeisterten, die extra zu diesem Event anreisten, sogar noch zu klein.

Am späten Nachmittag stieß auch der Landeskader Kumite ins Staßfurter Dojo hinzu. Unter den Augen der Landestrainer Kumite Jörg König (3. Dan Shotokan) und Stephan Rewohl (2. Dan Wado-Ryu) erfolgte das Aufwärmen für den bevorstehenden Ländervergleichskampf mit Brandenburg.

Ehrengast bei diesem besonderen Wettkampf war FDP-Fraktionschef Johann Hauser. "Nicht zu übersehen ist das soziale und gesellschaftliches Engagement des Vereins, welches auf viel Ehrenamtlichkeit und Freiwilligkeit beruht", lobte Hauser.

Trotz Unterzahl auf Seiten der Brandenburger blieben anspruchsvolle und sportliche Begegnungen auf der Kampfmatte nicht aus. Letztlich gewann der Karateverband Sachsen-Anhalt den Vergleich.

Zur Siegerehrung der Kata- und Kumite-Athleten verteilte Hauser sichtlich stolz auf die gezeigten Leistungen die Medaillen und Pokale. Johann Hausers Meinung zur Sport- und Karateschule Staßfurt ist eindeutig: "Ich bin bei jedem meiner Besuche aufs Neue begeistert, wie viele Kinder und Jugendliche man bei den Sportveranstaltungen und zu den Trainingszeiten kennenlernt. Hier wird soziale Verantwortung übernommen und ein großer Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in der Region geleistet."

Zum Samstagabend trafen sich einige Karatefreunde noch einmal zu Musik und Tanz im Dojo und hatten nochmals die Gelegenheit, sich mit Löwe und Gutzmer, sowie den vielen anderen anwesenden Trainern auszutauschen.

"Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden und ich hoffe, dass wir als Verein weiter wachsen werden. Bei den vielen freiwilligen Helfern möchte ich mich an dieser Stelle nochmals besonders bedanken", sagte Michel Olschewski. Zahlreiche Ehrenamtler sorgten für den passenden Rahmen der Veranstaltung. Das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.