Staßfurt/Halle (chj) l Zwei von möglichen zehn Punkten - so lautet die magere Auswärtsbilanz des HV Rot-Weiss Staßfurt in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga. Nach dem 44:36-Erfolg über Aufsteiger Spergau am 1. Spieltag wartet die Sieben von Uwe Mäuer auf Zähler in einer fremden Halle. Das wollen die Staßfurter ändern. Doch einfach wird es nicht, denn sie treffen heute ab 19 Uhr auf den Tabellenzweiten, den USV Halle.

"Es ist egal, ob der Gegner Erster oder Zweiter ist, ob wir zu Hause oder auswärts spielen. Wir sind immer um Punkte bemüht", sagt Co-Trainer Andreas Stops. Aber er weiß auch, dass die heutige Aufgabe keine leichte wird. "Halle hatte bereits in der abgelaufenen Saison eine sehr gute Mannschaft und wurde Zweiter. Das Personal hat sich nicht groß verändert. Der USV ist eine eingespielte und erfahrene Truppe, die zurecht oben in der Tabelle steht."

Insbesondere warnt er vor Max Haase, Halles Führungspersönlichkeit, auf den "besonders aufgepasst werden muss". Nicht nur Haase strahlt Gefahr aus, "der Gegner ist auf allen Positionen gut besetzt." Doch auch die Gastgeber sprechen im Vorfeld eine Warnung aus. Es hat sich bis zum USV herumgesprochen, dass Nils Hähnel werfen kann. Stops kennt Halles Trainer Jörg Neumann und weiß, dass "er offensive Deckungsvarianten bevorzugt". Hähnel darf sich wohl auf einen Schatten einrichten.

Da die Staßfurter verletzungs-, krankheits- und arbeitsbedingt nur in einer kleinen Runde trainieren konnten, hoffen sie auf einen anderen Vorteil. Die heutige Partie findet erstmals in der Erdgas-Sportarena statt. "Bislang haben wir die Partien gegen den USV oft ganz knapp verloren. Vielleicht ist die neue Halle ja ein klein wenig besser für uns", sagt Stops halbernst.