Nach dem 7:1-Kantersieg über Nienburg ist es wenig überraschend, dass Unseburgs Trainer Tino Kirst gleich fünf seiner Fußballer für die "Salzlandelf des Tages" nominierte, davon zwei Angreifer. Doch auch bei den anderen Salzlandligisten standen die Stürmer im Fokus.

Salzlandkreis l Die Unseburger Tobias Gronau und Julien Karasch bekamen neben Oliver Hackel, Torsten Fräsdorf und José Mundt aus dem Mittelfeld ein Extralob von Kirst. Beide Offensiv-Akteure haben für viel Wirbel gesorgt. "Julien hat Nienburgs Verteidigung oft alt aussehen lassen." Hackel hingegen wurde mit Defensivaufgaben betraut und nahm FSV-Goalgetter Tobias Donath aus dem Spiel. Außerdem war Fräsdorf "vor allem in der zweiten Hälfte permanent im Sturmlauf, bei Gegenangriffen aber sofort wieder hinten".

Doch nicht nur in Unseburg wurde kräftig gefeiert. Auch in Eickendorf war die Stimmung nach zurückliegenden fünf Pleiten in Folge rosig, wurde schließlich Egeln mit 2:1 bezwungen. Dabei stachen BSV-Coach Marco Schmoldt insbesondere drei seiner Schützlinge ins Auge: Keeper Daniel Beck, Stürmer Philipp Schmoldt sowie Außenverteidiger Hannes Adam. Über die rechte Seite kam vom ESV nichts - Adams Seite. "Defensiv war das eine ganz saubere Leistung", lobte der Coach. Auch seinen Sohn hob er hervor. "Er übernahm als 18-Jähriger Verantwortung und verwandelte einen Strafstoß." Außerdem überzeugt ihn Beck seit Wochen mit guten Leistungen. Den Vorzug musste er aber Welslebens Schlussmann Norman Reinhold lassen, da er als einziger an diesem Spieltag nicht hinter sich greifen musste und laut MTV-Trainer Frank Tellge vier 100-prozentige Chancen vereitelte. Außerdem überzeugten ihn beim 2:0-Erfolg in Wolmirsleben Manndecker Sebastian Pesel und Stürmer Lukas Becker, auch wenn nur Pesel den Sprung in die Auswahl packte. "Er gehört eigentlich ins Mittelfeld, musste aber verletzungsbedingt hinten aushelfen und zeigte eine hervorragende Partie." Hat Welsleben nun einen Verteidiger mehr? "Eine Alternative ist er auf jeden Fall", sagte Tellge.

Der Welslebener Jubel wäre sicher noch größer gewesen, wenn Hakeborn nicht mit 2:1 gegen Baalberge gewonnen und somit die Rote Laterne abgewehrt hätte. An Warthes Sieg waren insbesondere Michael Wodarzek und Andy Dzicher beteiligt. "Andy glänzte vorn läuferisch. Außerdem sicherte er nach hinten ab", lobte Coach Marcus Drößler. Wodarzek war läuferisch genauso überzeugend, verpasste den Sprung in die Elf nur knapp. Denn Felgelebens Linksaußen Christian Kubos bekam von seinem Trainer Thoralf Voß ebenfalls ein Sonderlob, trotz 2:4-Niederlage in Bernburg. "Seine Hinrunde war durchwachsen. Aber nun rief er endlich mal sein Potenzial ab, ging offensiv in die Zweikämpfe und agierte sehr mannschaftsdienlich."

Einer der spärlich nominierten Verteidiger war Winningens Rachid Aissa-Maadaoui. Beim 4:1-Erfolg über Neugattersleben "hielt er die Abwehr zusammen und erzielte sogar einen Treffer", lobte Trainer Olaf Drobny. Komplettiert wird die Elf des Tages von Alslebens Tomas Vavra, der beim 3:3-Remis gegen Rathmannsdorf einmal traf, dabei laut Trainer Marcus Reckrühm "noch viele weitere gute Aktionen hatte und einen Treffer vorbereitete". Außerdem lobte er seinen Libero Oliver Lorenz, der "eine ordentliche Leistung zeigte und mit den drei Gegentoren nichts zu tun hatte".