Besser hätte der SV Germania Borne das Handball-Jahr in der Sachsen-Anhalt-Liga nicht beenden können: Der 30:27 (16:12)-Erfolg über den HSV Haldensleben waren der erste Saisonsieg und Balsam für die leiderprobte Seele.

Wolmirsleben l "Jetzt geht`s los", riefen die Zuschauer in der Wolmirslebener Sporthalle nach dem Abpfiff. Sie sahen erstmals in dieser Saison eine grundsolide Leistung ihrer Germania über 60 Minuten und standen Kopf.

Nach einer 20-minütigen Abtastphase mit Startschwierigkeiten in der Borner Offensive übernahmen die Gastgeber Regie. Die Defensive stand kompakt, während der Angriff auftaute und zunehmend sicherer agierte. "Wir mussten uns erst einmal auf die gegnerischen Stärken und Schwächen einstellen und wurden im Verlauf immer besser", sagte Oliver Schulke.

Nach 20 Minuten ging Borne mit drei Toren in Führung. Die erste vorsichtige Faust ragte Ronny Schafflik nach seinem Treffer zum 14:11 in die Luft. Der Vorsprung hielt stand, zur Pause lag Germania mit vier Treffern vorn. "Wir haben uns geschworen, nicht nachzulassen", sagte Schulke.

Mit dieser Maßgabe betraten die Gastgeber wieder entschlossen die Platte. Dann war es Bastian Krautwald, der mit vier Paraden innerhalb kürzester Zeit für einen guten Auftakt sorgte, während vorn weitere Treffer fielen. Nur Neuzugang Christopher Dix war vom Wurfpech verfolgt. Er wechselte aus Landsberg nach Borne und konnte nach abgesessener Wechselsperre erstmals das Borne-Trikot überstreifen. "Er ist ein wichtiger Mann für uns", sagte Schulke.

Nach einem kurzen Durchhänger, in dem Haldensleben auf zwei Tore heran kam, fing sich die Germania wieder. Schließlich war es Sebastian Scholz, der mit dem 30. Treffer zum Endstand seine gute Leistung krönte.

"Der Sieg war extrem wichtig für uns", sagte Schulke, der auf sechs Treffer kam. "Alle waren schon beim Aufwärmen heiß." Hinzu kamen die Zuschauer, die ihre Sieben pushten. Am Ende war es eine "gute Mannschaftsleistung, die Mut für die Rückrunde macht".

Germania Borne: Krautwald, Brinkmann - Schulke (6), Schafflik (2), Hagemeyer, Halfpap (10/2), Fink (6), Scholz (6), Süssig, Dix

Siebenmeter: Borne 2/2 - HSV 6/5; Zeitstrafen: 5 - HSV 3; Rot: Steffen Halfpap (3x2 Minuten, 59.) -Borne-