Der SV Wacker Wester-egeln gibt sich weiterhin keine Blöße in der Handball-Bezirksliga. Beim 42:13 (24:6)-Erfolg bei der SG Thale/Westerhausen knackte das Team erneut die 40-Tore-Marke und übernahm die Tabellenführung.

Westerhausen/Westeregeln (kam/bho/chj) l Die Reserve hingegen unterlag dem HV Wernigerode II in der Bezirksklasse mit 22:27 (6:11) und musste die vierte Saisonniederlage hinnehmen.

Bezirksliga

SG Thale/Westerhauen -

Westeregeln 13:42 (6:24)

Westeregelns Mike Garbaczok netzte zum wiederholten Mal den ersten Treffer für sein Team ein, gefolgt von Kreismann Christian Jakobi (0:2, 5.). Dieser war jedoch vom Pech verfolgt, denn er zog sich einen Wadenbeinbruch und Riss des Syndesmosebands zu. Das Team kämpfte weiter, legte durch Steffen Laschke, Jimmy Klockmann, Andy Rothe und Garbaczok weiter vor, sodass die Gastgeber die Auszeit nahmen (2:7, 13.).

Doch diese fruchtete nur wenig. Westeregeln war nicht zu bremsen. Mit schnellen Kombinationen und temporeichem Konterspiel netzten Garbaczok, Rothe und Klockmann weiter ein (14:3, 19.). Auch Schlussmann Florian Pierschalla war gut aufgelegt, hielt bereits dem zweiten Strafwurf der Harzer stand. Bis zum Halbzeit-Pfiff konnte Thale lediglich auf sechs Treffer zurückblicken, während Wacker mit viermal so vielen Toren in die Kabinen ging (24:6).

Nach der Pause eröffnete Westeregelns Rechts- außen Christopher Gorges das Schützenfest. Steffen Laschke folgte mit zwei verwandelten Strafwürfen. In der 43. Minute erzielte Klockmann bereits sein 75. Saisontor, Laschke netzte zwei Minuten später das 300. Saisontor für den SV Wacker per Strafwurf ein und brachte Westeregeln auf 20 Tore Vorsprung (32:12, 45.).

Ein weiteres Jubiläum feierte kurz darauf Garbaczok mit seinem 50. Saisontor zum 35:12 (50.). Nachdem Gorges doppelt per Konter traf, wurde erstmals Keeper Florian Pierschalla an die Siebenmeter-Linie zum Strafwurf gestellt. Er verwandelte und erzielte somit sein erstes Saisontor. Torwart-Kollege Andreas Howahl setzte die gute Leistung im Kasten fort und hielt einem Strafwurf stand.

Kurz vor Ende wurde auch Wackers dritter Tormann, Stephan von Zabiensky, eingewechselt und machte ebenfalls eine gute Figur zwischen den Pfosten. Bis zum Ende der Partie konnten Klockmann, Laschke und Marcel Pufahl wieder einmal die 40-Tore-Marke knacken und das eindeutige Ergebnis von 42:13 herstellen. Damit konnte Wacker die Heimreise als Tabellenführung (trotz eines Spiels weniger) antreten.

"Wir waren mit einem kleinen Kader nach Thale gereist. Lediglich sieben Feldspieler standen zur Verfügung", sagte SVW-Coach Matthias Zeidler. "Wir wollten also von Anfang an kräfteschonend spielen. Leider hat sich Jack (Christian Jakobi; Anm. d. Red.) schon in der Anfangsphase verletzt und wir konnten nicht mehr wechseln. Alle mussten durchspielen. Aufgrund von vielen Kontertoren konnten wir uns jedoch schnell absetzen. Die Deckung und das Konterspiel haben über die 60 Minuten super funktioniert. Jeder Einzelne hat sich trotz der souveränen Führung verausgabt. In der Halbzeit sagten wir uns alle, dass jeder bis zum Schlusspfiff für Jack durchzieht, denn dort wussten wir bereits, dass es etwas Ernstes ist. Wir wünschen Jack gute Besserung und hoffen, dass er bald wieder zurück bei der Mannschaft und auf der Platte ist."

Wacker: Pierschalla (1/1), Howahl, von Zabiensky - Gorges (7), Garbaczok (11), Klockmann (6), Laschke (10/6), Jakobi (1), Rothe(4), Pufahl (2/1)

Siebenmeter: Thale 7/2 - Wacker 9/8; Zeitstrafen: Thale 4 - Wacker 3; Rot: Maik Böckel (3x2 Minuten, 37.) -Thale-

Bezirksklasse

Wacker Westeregeln II -

Wernigerode II 22:27 (6:11)

Gegen die Reserve des HV Wernigerode hatte sich das Team um Spieler-Trainer Dirk Deinhard einiges ausgerechnet. Zum einem hatte man in der Vorwoche überraschend mit einer Rumpftruppe zwei Punkte aus Quedlinburg entführen können (21:17) und zum anderen holte sich das Team im Hinspiel in Wernigerode einen Punkt beim 22:22-Unentschieden. Doch wieder einmal zeigte sich Westeregeln zu schwankend in seinen Leistungen und verlor am Ende.

Wacker ging in der Anfangsphase zwar zum 1:0 und 2:1 in Führung, doch dann dominierten nur die Gäste. Mit fünf Toren in Folge setzten sie sich zum 7:2 ab. Auch die Auszeit Mitte der ersten Halbzeit brachte wenig. Gerade als sich die Mannschaft wieder auf zwei Tore herankämpfen konnte (6:8), gab es den nächsten Rückschlag. Denn bis zum Ende des ersten Durchgangs trafen nur noch die Harzer.

Nach der Pause versuchte Wacker alles, der Partie noch eine Wende zu geben. Und tatsächlich kämpfte sich die Mannschaft schon zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal auf zwei Tore (10:12, 12:14) heran. Doch die Harzer hatten stets die passende Antwort parat und setzten sich beim 17:12 erneut auf fünf Tore ab.

Spannend wurde es noch einmal wenige Minuten vor dem Ende, als Wacker zweimal auf ein Tor (20:21, 21:22) verkürzen konnte. Doch abermals reichte es nicht zum psychologisch wichtigem Ausgleichstreffer, der dem Spiel die entscheidende Wendung hätte geben können. Am Ende konnten sich die Harzer abermals absetzen und gewannen, wenn auch etwas zu hoch, und vergrößerte damit den Vorsprung auf Wacker II auf vier Punkte.

Wacker II: Krüger, Beck - Singewald (3/2), Schannor (4), Möbes, Beinhoff (2), Chrzan (4), Wallaschkowske, Steidl (2), Linke (2), Deinhard (4), Götze

Siebenmeter: Wacker II 2/2 - HVW II 2/2; Zeitstrafen: Wacker II 2 - HVW II 2