Wenn man in der jüngeren Altersklasse zu den Besten gehörte, ist es schwer, in der älteren Niederlagen zu verarbeiten. Für die A-Jugend des HV Staßfurt stehen derzeit ein Sieg, ein Unentschieden und neun Niederlagen in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga zu Buche. Volksstimme-Mitarbeiterin Nadja Reichert sprach mit Mannschaftskapitän Steve Ilgenstein, wie sich das Team immer wieder motiviert und welche Ziele es sich für die Rückrunde gesteckt hat.

Herr Ilgenstein, wie geht die Mannschaft mit der derzeitigen personellen und spielerischen Lage um?

Steve Ilgenstein: Am Anfang war es für uns sehr schwer, weil wir es gewohnt waren, weiter oben zu stehen. Aber wir wissen, dass wir mit unserem derzeitigen Kader nicht über 60 Minuten 100 Prozent geben können. Wir sehen es jetzt realistisch. Die Enttäuschung ist bei Weitem nicht mehr so groß.

Wie motiviert sich die Mannschaft, trotz der vielen Niederlagen, weiterzumachen?

Wir sehen uns nicht jede Woche die Tabelle an, zumal sie nicht unbedingt etwas über die Mannschaft aussagt. Das Team konnte sich von Spiel zu Spiel steigern. Wir sind durch unsere derzeitige Situation mehr zusammengewachsen und motivieren uns immer wieder gegenseitig.

Welche Ziele hat der HV Staßfurt für die Rückrunde?

Wir wollen uns wenigstens um einen Platz verbessern. Ich denke, die Chancen dafür stehen gut. Wir versuchen, die Trainingsinhalte immer besser umzusetzen. Allerdings hapert es bei einigen manchmal an der Konzentration und auch an der Einstellung. Das wollen wir aber zur Rückrunde verbessern.