Staßfurt (chj) l Im Sommer tauschten einige Spieler des TTC "Glück Auf" Staßfurt den Schläger gegen Fußballschuhe und nahmen am Sporthaus-Quednow-Cup teil, der zum Großteil von Kickern des SV 09 besetzt war. Um sich dankend zu revanchieren, organisierte der TTC kürzlich ein Tischtennis-Turnier, an dem sich die Fußballer im ungewohnten Metier probieren durften. Vor allem Robert Michalak, Keeper des Landesklasse-Vertreters, wusste dabei zu überzeugen und wurde Dritter.

Den Bronzeplatz teilte sich Michalak mit Luisa Windirsch, die für den TTC in der Verbandsliga aufläuft. Alle waren sich jedoch einig, dass der Torwart den dritten Platz verdiente - angesichts der Dominanz in der Liga dürfte es Windirsch verkraftet haben. Ganz oben auf dem Siegertreppchen stand am Ende des Turniers Maik Amme. Er setzte sich mit knappem Vorsprung durch und verwies Philipp Seltitz auf Rang zwei.

Das Turnier hatten lockeren Charakter und basierte auf freiwilliger Basis. Insgesamt beteiligten sich neun Tischtennis-Spieler und sechs Fußballer. "Wir teilen uns die Spielstätte. Unser Verhältnis ist hervorragend", sagte Turniersieger Amme. "Hin und wieder schauen einige Fußballer bei uns rein und gucken, wie es steht - und andersrum."

Für das Turnier überlegte sich der TTC, die Doppel-Konstellationen auszulosen und keine Unterschiede nach Sportart oder Leistung vorzunehmen. Einen Haken gab es dennoch. Traf ein Fußballer auf einen Tischtennis-Spieler, konnte dieser ihm ein Handicap auferlegen. "Wir mussten mit links spielen oder etwa mit einem Mini-Schläger", berichtete Amme. Im Falle eines Sieges bekamen beide Doppelpartner jeweils vier Punkte zugesprochen. Die Verlierer bekamen die Anzahl ihrer gewonnenen Sätze als Punkte gutgeschrieben. Bei insgesamt acht Runden waren 32 Punkte möglich. Von diesen sicherte sich Amme 27 und Michalak immerhin 23.

"Es war eine gelungene Veranstaltung", freute sich Amme. In dieser Form fand das Turnier erstmals statt - und ganz sicher nicht letztmals, auch wenn sich im Vorfeld mehr Teilnehmer bereitwillig erklärten. "Wir werden das Turnier nächstes Jahr wieder organisieren und hoffen auf eine größere Beteiligung."