Staßfurt (chj) l Das Verbandsliga-Jahr beginnt für die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II denkbar schlecht. Wenn das Team von Mario Kutzer heute ab 18 Uhr beim Tabellenletzten HG Köthen II antritt, tut es das auf dem Papier als Favorit - aber nur auf dem Papier.

Für die Reise nach Köthen einen Bus zu mieten, erscheint unsinnig. Zwei PKW würden vollkommen genügen. Auf Kutzers Liste der Verfügbaren stehen lediglich sechs Spieler und zwei Torhüter. Selbst Kutzer kann aus privaten Gründen nicht mitfahren. Vermutlich wird Keeper Jan Stein die Zügel in die Hand nehmen.

Als wäre die eigene Personallage nicht genug, kommt auch noch die gegnerische hinzu. Da Köthens A-Jugend (2. Platz Sachsen-Anhalt-Liga) spielfrei hat, wird sich der Kader vornehmlich aus ihr zusammensetzen. Auf die Staßfurter wird ein hohes Tempo zukommen - und das ohne Wechselmöglichkeiten.

Den Kopf steckt Kutzer jedoch nicht in den Sand. "Mit wenigen Leuten haben wir meist gut Spiele abgeliefert. Der Zusammenhalt stimmt, jeder kämpfte für den anderen." Auch heute hofft er, von seinem Team überrascht zu werden.