In der ersten Partie des neuen Bezirksliga-Jahres reisten die Handballer des SV Wacker Westeregeln zum zuhause ungeschlagenen HC Aschersleben II und konnten die Heim-serie mit einem mühsamen 28:26 (14:16)-Erfolg stoppen.

Aschersleben (kam/chj) l Den ersten Treffer des Spiels markierte dieses Mal Jimmy Klockmann. Mike Garbaczok, der sonst schon fast traditionsgemäß das Spiel der Grün-Weißen eröffnete, netzte das zweite Tor ein. Durch weitere Treffer von Sven Liebscher, Kreismann Andy Rothe und Christopher Gorges erarbeitete sich Wacker ein minimales Polster von drei Toren (7:4).

Steffen Laschke erzielte per Strafwurf seinen 50. Saisontreffer zum 10:6, doch dann brach Wacker ein und gab den Ascherslebenern die Chance aufzuholen. Diese nutzten die Flaute der Gäste und glichen aus, ehe Westeregelns Trainergespann um Matthias Zeidler und Yves Grafenhorst die Auszeit nahm. Trotz intensiver Einschwörung blieben die Gastgeber am Ball und drehten knapp fünf Minuten später die Partie. Nun war Westeregeln gefragt, nicht den Anschluss zu verlieren. Zur Halbzeit führte der HCA II mit einen minimalen Vorsprung von zwei Toren.

Auch nach der Pause blieb die Ascherslebener Reserve in Führung, baute den Vorsprung trotz eines parierten Siebenmeters von SVW-Schlussmann Andreas Howahl auf vier Tore aus (18:14). Wacker versuchte weiterhin, den Anschluss nicht zu verlieren.

Christian Fischer erhielt in der 43. Minute nach einem Foul an Klockmann die Rote Karte. Mit zehn Treffern war er Ascherslebens bester Werfer und schwächte damit seine Farben. Doch nur langsam kamen die Westeregelner durch Tore von Klockmann, Rothe sowie Garbaczok heran und netzten nun fast ausschließlich per Konter ein.

Der HCA II zog die Time-Out-Karte. Diese Auszeit nutzte Wacker jedoch effektiver als die Gastgeber, traf anschließend dreifach und übernahm damit wieder die Führung (25:23, 53.). Die vielen mitgereisten Wacker-Fans feuerten ihre Jungs lautstark an. Davon beflügelt konnten die Gäste trotz weiteren Tore des HCA II, unter anderem vom ehemaligen Westeregelner Heiko Adelberg, das hart umkämpfte Spiel am Ende für sich entscheiden. Rechtsaußen Gorges netzte 20 Sekunden vor Abpfiff per Konter den letzten Treffer ein und stellte den Endstand von 28:26 her.

"Es war die erwartet schwere Partie", sagte SVW-Coach Matthias Zeidler. "Man hat gemerkt, dass längere Zeit nicht trainiert wurde. Wir hatten im gesamten Spiel Schwierigkeiten in der Abwehr und haben halb rechts und den Kreis nicht in den Griff bekommen. Auch unsere schnellen Angriffe haben nicht richtig funktioniert. Am Ende hat die bessere Kondition den Unterschied ausgemacht. Nächstes Mal müssen wir uns wieder steigern."

Das nächste Mal ist bereits am Sonnabend. Dann tritt Wacker ab 19.30 Uhr bei der SG Lok Schönebeck II an und wird nicht nur die Tabellenführung, sondern auch die makellose Bilanz von elf Siegen aus elf Spielen verteidigen wollen.

Wacker Westeregeln: Pierschalla, Howahl - Klockmann (6), Liebscher (1), Laschke (4/3), Gorges (4), Garbaczok (7/1), Rothe (5), Thamm (1), Pufahl

Siebenmeter: Aschersleben II 5/4 - Westeregeln 5/4; Zeitstrafen: Aschersleben II 3 - Westeregeln 4; Rot: Christian Fischer (Foulspiel, 43.) -Aschersleben II-