Staßfurt (chj) l Wenn der Uhrzeiger heute auf 17.30 springt, ist bei den Handballerinnen des HC Salzland 06 allerhöchste Konzentration gefragt. Dann werden sie nämlich auf der Platte der HaSpo Bayreuth stehen und es mit einer Heim-Macht zu tun bekommen. Nach sieben Drittliga-Partien vor heimischer Kulisse ging HaSpo siebenmal als Sieger hervor.

Vor allem dank ihrer souveränen Heimstärke arbeiteten sich die Oberfranken auf Platz fünf der Tabelle und rangieren damit direkt hinter den "Wildgänsen". HCS-Trainer René Linkohr erklärte allerdings, nicht auf das Tableau zu schauen, "sonst macht man sich nur `wuschig`". Viel mehr will er den Fokus auf die eigenen Stärken richten. "Unser Erfolg hängt am Abwehrspiel", sagte er. Wenn die Gäste von Beginn an hinten kompakt stehen, werden sie erneut von Ballgewinnen mit anschließenden Kontern profitieren und dadurch Sicherheit für die ungeliebten Positionsangriffe erlangen.

Dafür muss die Defensive jedoch erst einmal den großgewachsenen Rückraum der Bayreuther unter Kontrolle kriegen. Außerdem muss der Ball sicher laufen. Denn HaSpos Gegenstöße über Loraine Hellriegel sind ein bewährtes Mittel der Gastgeberinnen.

Es wartet also eine schwierige Aufgabe auf die "Wildgänse". Doch bereits beim HC Leipzig II haben sie bewiesen, dass Heim-Serien zu brechen sind. Linkohr weiß, was auf seine Mannschaft zukommen wird, aber auch, wozu sie fähig ist. "Wir sind uns alle einig, dass wir gewinnen wollen."

Ein Vorteil könnte sich bei der Erfüllung des Vorhabens bezahlt machen. "Während Bayreuth meist mit einem `Stamm-Sechser` agiert und nur punktuelle Auszeiten gewährt, sind wir vielseitiger", sagte Linkohr. Im Gegensatz zu HaSpo und weiteren Liga-Konkurrenten wechselt der HCS häufig und erschwert es damit dem Gegner, Salzland ausrechenbar zu machen.