Staßfurt/Schönebeck (chj) l In der Tischtennis-Bezirksliga kam es in der Partie zwischen dem TTC "Glück Auf" Staßfurt II und Concordia Welsleben zu etwas Besonderem. Im Protokoll der Gastgeber wurde gleich dreimal der Name Proksch aufgeführt. Neben den Brüdern Matthias und Michael war auch Vater Horst mit an Bord. "Glück Auf Proksch" gewann schließlich mit 10:5. Weniger Grund zur Freude hatte hingegen die dritte Vertretung, die dem Schönebecker SV III mit 2:13 unterlag.

"Glück Auf" Staßfurt II -

Concordia Welsleben 10:5

Michael Proksch berichtete, dass sein Vater trotz routinierter 70 Jahre aufgeregt war. "Wir sind das erste Mal zu dritt angetreten. Das war eine schöne Sache. Mein Vater hatte sich sehr über die Chance gefreut."

Horst Proksch kam als Ersatzmann ins Team und zeigte, dass er weder zum alten Eisen gehört, noch dass er nur eine "Notlösung" war. Er trug 1,5 Punkte zum Sieg bei. "Die Rechnung ging auf", lobte Michael Proksch. Der 70-Jährige gewann sein Doppel mit Carsten Loose, musste dafür über fünf Sätze gehen. Außerdem war er im Einzel erfolgreich.

Ein Familientreffen war es aber nicht, im Fokus stand das Sportliche. Gegen den Tabellenletzten war laut Michael Proksch ein Sieg Pflicht. Obwohl Concordia ganz unten steht, stellt das Team mit den beiden Spitzen Jan Borkowski und Stefan Feder zwei der stärksten Spieler der Liga. Der TTC bekam dies zu spüren, nur Enrico Pieles punktete. Entsprechend waren das mittlere und untere Paarkreuz gefragt, um den Erfolg abzusichern. Dieses Vorhaben ging auf, nach der ersten Runde führten die Gastgeber mit 6:3. An diesem Verhältnis änderte auch Runde zwei nichts mehr, denn erneut blieben vier der sechs Einzel in Staßfurt. Mit der maximalen Ausbeute von 2,5 Punkten wurde Carsten Loose der erfolgreichste Bodestädter.

Staßfurt II: Pieles (1,5), Matthias Proksch (0,5), Michael Proksch (2), Laube (2), Loose (2,5), Horst Proksch (1,5)

Schönebecker SV III -

TTC Staßfurt III 13:2

Das Bezirksliga-Eis wird für die Staßfurter immer dünner und hat bereits erste Risse. Sieglos und mit zwei Punkten befindet sich die dritte Vertretung des TTC auf dem vorletzten Rang. Einzig Schlusslicht Concordia Welsleben weist mit einem Zähler eine noch geringere Ausbeute auf.

In dieser Situation entpuppte sich das Gastspiel beim Tabellenzweiten als aussichtsloses Unterfangen. Der SSV III gab in dieser erst drei Punkte ab - und stolperte auch über die Staßfurter nicht.

Bereits die Doppel ließen klare Verhältnisse erahnen. Tim Pläschke/Carsten Loose sowie Andy Vetterlau/René Henschke hatten den Gastgebern jeweils mit 0:3 nichts zu erwidern. Gunnar Krause/André Schönrock rangen Martin Bröse/Felix Bromann immerhin einen Satz ab.

In den Direktvergleichen setzte sich das ungleiche Kräftemessen fort. In Runde eins ließ der SSV III nichts anbrennen, gab in sechs gewonnenen Einzeln lediglich drei Sätze ab. Mit der 9:0-Führung war die Partie bereits entschieden. Krause und Schönrock sorgten in Runde zwei noch für Ergebniskosmetik, was allerdings nichts an der Pleite änderte.

Staßfurt III: Pläschke, Krause (1), Schönrock (1), Loose, Vetterlau, Henschke