Westeregeln (bho/fna) l Gegen den favorisierten Handball-Bezirksligisten aus Langenweddingen verpasste das Bezirksklasse-Team von Wacker Westeregeln nur knapp die Sensation und schied nach großen Kampf knapp mit 21:22 (10:12) aus dem laufenden Harz-Börde-Pokal der Frauen aus.

Von Anfang an war klar, dass der derzeitige Vierte der Bezirksliga ein harter Brocken sein würde und Wacker an seine Leistungsgrenzen gehen musste, um dem Favoriten Paroli bieten zu können. Und genau mit diesem Elan und Kampfeswillen gingen die Gastgeber die Partie an.

Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start und gingen in der ersten Minute mit 1:0 in Führung. Nachdem Jessica Neum in der zweiten Minute für den Ausgleichstreffer sorgte, blieben die Gäste bestimmend. Wacker hatte in der Anfangsphase Probleme, sich auf die Rückraumschützen der Bördekreisler einzustellen. Die Abwehr ließ die Gäste einfach zu oft ungehindert zum Wurf kommen. So stand es nach sechs Minuten 1:4 und nach zwölf Minuten bereits 3:7.

Doch die Gastgeberinnen gaben nie auf, versuchten das Spiel der Gäste zu lesen und darauf zu reagieren. Das gelang mit zunehmender Spielzeit immer besser und als Michaela Wolfram in der 14. Minuten einen Konter erfolgreich zum 6:7 abschloss, war Wacker wieder im Spiel. Bis zum Pausenstand von 10:12 blieb es eine knappe Begegnung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste zum 13:10 (32.), doch jetzt hatte Wacker die richtige Antwort parat. Das lag auch daran, dass sich insbesondere in der zweiten Halbzeit Nadine Schauer im Wacker-Gehäuse und die gesamte Abwehr weiter steigerten. Ein Kontertor von Johanna Lässing und zwei Treffer von Bettina Witzke brachten Wacker in der 37. Minute den verdienten Ausgleich zum 13:13. Bis zum 15:16 durch Witzke in der 44. Minute blieb Wacker dem Bezirksligisten immer auf den Fersen.

Als sich der Favorit dann in der 52. Minute zum 22:17 absetzen konnte, schien das Spiel gelaufen. Doch Wackers Kampfeswillen war ungebrochen. Das Team um das Trainergespann Schauer/Wengel gibt sich niemals geschlagen und kam noch einmal zurück. Fünfeinhalb Minuten vor Spielende verkürzte Lässing zum 18:22, zwei Minuten später Wolfram zum 19:22 und eine Minute vor Schluss Anja Jakobi zum 20:22. Als dann sogar Jenny Klockmann 26 Sekunden vor der Sirene zum 21:22 anschloss, ging Wacker im letzten Angriff der Gäste zur Manndeckung über. Doch die Gäste brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Wacker durfte dennoch mit seinem Auftritt zufrieden sein und hatte den Zuschauern in der Halle einen tollen Kampf gezeigt.

Wacker Westeregeln: Nadine Schauer - Annika Thiele. Jenny Klockmann (3), Bettina Witzke (4/2), Anja Jakobi (2), Jessica Neum (2), Christin Schuster, Dany Heberling, Johanna Lässing (4/1), Michaela Wolfram (6)

Siebenmeter: Wacker Westeregeln 3/3 - SV Langenweddingen 8/6; Zeitstrafen: Wacker Westeregeln 3 - SV Langenweddingen 3