Staßfurt (chj) l Die Vorbereitung des SV 09 Staßfurt auf die Rückrunde der Fußball-Landesklasse läuft auf Hochtouren. Und einer scharrt besonders mit den Hufen: Sven Limpächer. Nach einjähriger Verletzungspause steht er Trainer René Schulze wieder zur Verfügung und wird langsam an den Kader herangeführt. "Hin und wieder muss der Coach mich sogar bremsen", sagte der 26-Jährige.

Eine Entzündung der Patellasehne legte den Mittelfeldstrategen lahm. Zusätzlich wurden ein Knorpelschaden sowie eine Schleimbeutelentzündung im Knie diagnostiziert. Die nötige Operation erforderte sechs Monate Physiotherapie im Voraus, um entsprechende Muskulatur aufzubauen.

Nun ist alles ausgeheilt und Limpächer nahm wieder an Testspielen teil. "Ich habe bereits drei Wochen vor den anderen mit der Vorbereitung angefangen", sagte er. So sollte der Fitnesszustand angeglichen werden. Die Zwangspause machte sich bemerkbar. Limpächer berichtete, dass er zehn Kilogramm zunahm. "Drei oder vier müssen noch weg."

Da kommen die intensive Vorbereitung und die Testspiele gerade recht. Er muss sich wieder ins Team arbeiten, zumindest sportlich. Vor der Verletzung trug er die Kapitänsbinde, die sich nun Mario Hosenthien überzieht. Ein Problem ist das für Limpächer aber nicht. "Ich habe meinen Stand in der Mannschaft." Anders als die Binde sei der Status eines Führungsspielers nicht abzulegen. Auch dass Hosenthien direkt neben ihm im Zentrum agiert, ist kein Nachteil. "Wir verstehen uns gut, nun muss sich nur noch unsere Abstimmung verbessern." Von zwei bissigen Alphatierchen sei keine Spur.

Limpächer schätzt seinen Leistungsstand bei 70 Prozent ein. Sein Ziel ist es, zum Rückrundenauftakt am 21. Februar in Darlingerode bei 100 zu sein. Außerdem hat er den Salzlandpokal auf der Rechnung und peilt auf mittel- bis langfristige Sicht die Landesliga an.