Staßfurt (chj) l Die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II haben bewiesen, dass man verlieren kann, obwohl man nichts zu verlieren hat. Denn bei den Gästen handelte es sich um den Tabellenführer der Verbandsliga Süd, dem USV Halle II. In den letzten zehn Minuten warfen die Gastgeber alles über den Haufen, was sie sich bis dato erarbeitet hatten und unterlagen dem Favoriten mit 22:24 (15:14).

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste. Sie gingen zum 7:2 in Führung und beeindruckten den HVS II vor allem durch die kompakte Deckung. Doch die Hallenser zeigten sich nicht von ihrer besten Seite, weswegen Staßfurts Coach Mario Kutzer trotz des Rückstands wusste: "Da ging noch was."

Er sollte recht behalten. Die Umstellung, Christian Gödde vom Kreis in den Rückraum zu nehmen und Matthias Loose an Göddes Stelle zu positionieren, zeigte Wirkung. Halles Vorsprung schmolz, ehe Loose den Treffer zur Pausenführung erzielte.

Nach dem Wechsel behielten die Staßfurter weiterhin die Nase vorn, bis sich konditionelle Nachteile mit mangelnder Konzentration und Undiszi-pliniertheit paarten. Die Folge war die erneute Hallenser Führung. Kutzer monierte "unnötige Zeitstrafen", darunter zwei Rote Karten. "Die Spieler ärgerten sich über eigene Fehler und wollten sie den anderen in die Schuhe schieben." Es wurde unruhiger, was die routinierten Gäste trotz einer mäßigen Leistung bestraften. Kutzer ärgerte sich über die verpasste Sensation: "Es war mehr drin."

HV Staßfurt II: A. Jesse, J. Stein - Rösler, A. Stein (1), T. Jesse (5), Korin (2), Gödde (3), Loose (8/6), Ilgenstein, Panzer (2), Spadt (2)

Siebenmeter: Staßfurt II 8/6 - Halle II 8/6; Zeitstrafen: Staßfurt II 10 - Halle II 5; Rot: Andreas Stein (Unsportlichkeit, 51.), Thomas Jesse (3x2 Minuten, 57.) -Staßfurt II-, Robert Kalbitz (Unsportlichkeit, 37) -Halle II-