Wolmirsleben (chj) l Während die Handballer des SV Germania Borne beim 24:24-Remis im Hinspiel gegen den BSV Magdeburg ihren ersten Punktgewinn in der Sachsen-Anhalt-Liga bejubelten, waren sie nun vor heimischer Kulisse davon weit entfernt. Sie unterlagen den Landeshaupstädtern mit 28:34 (12:20) - und die Rote Laterne bleibt in Borne.

Der Auftakt hätte der Gastgeber eigentlich Mut machen können. Denn die erste Aktion der Partie war ein vergebener Siebenmeter von Magdeburgs Falko Nowak. Er versuchte es mit einem Aufsetzer, der jedoch über den Kasten von Bastian Krautwald hinwegflog.

Für die Psyche können solche Kleinigkeiten entscheidend sein, insbesondere im Kampf um den Klassenerhalt. Doch auf der Gegenseite war nicht weniger Pech vorhanden. Christopher Dix sprang von linksaußen ein, traf aber nur den Pfosten. Christian Fink versuchte es aus der zweiten Reihe, traf aber nur die Latte. Benjamin Prosowski trat an der Strafwurf-Linie an, traf aber nur den Pfosten. Damit nicht genug: Der Nachwurf saß ebenfalls nicht. Über die gesamten 60 Minuten verfehlten ganze sechs Siebenmeter das Ziel. Als Tabellenletzter fehlen selbst in solch vermeintlich einfachen Situationen das Glück und das Selbstvertrauen. "Vorn war der Wurm drin", sagte Kapitän Ronny Schafflik.

Die Fehler in der Offensive häuften sich. Im Gegenzug trumpfte der BSV mit flüssigem Passspiel und viel Bewegung auf, war ein ums andere Mal erfolgreich. Nach 20 Minuten lagen die Gäste mit 13:9 vorn und vergrößerten den Vorsprung kontinuierlich.

Nach dem Seitenwechsel lief es bei der Germania besser. "Wir haben frei aufgespielt", sagte Schafflik. Der BSV zollte dem hohen Tempo der ersten 30 Minuten Tribut. "Die zweite Halbzeit haben wir mit 16:14 gewonnen, leider aber trotzdem verloren. Aber wir wollten uns bis zum Schluss so teuer wie möglich verkaufen." Mit sieben Treffern war Christian Fink bester Werfer. Erfreulich aus Sicht der Gastgeber war, dass sich alle Spieler als Torschützen in das Protokoll eintragen konnten. Das galt allerdings auch für die Landeshauptstädter.

Für Borne wird die Lage in der Sachsen-Anhalt-Liga immer aussichtsloser. "Es wird schwer, noch die Klasse zu halten", sagte der Kapitän. "Aber wir wollen noch den ein oder anderen Punkt holen."

Germania Borne: Krautwald, Brinkmann - Schafflik (2), Scholz (5/1), Prosowski (5/2), Schulke (3), Fink (7), Dix (1), Süssig (2), Halfpap (2), Hagemeyer (1)

Siebenmeter: Borne 10/4 - Magdeburg 8/4; Zeitstrafen: Borne 9 - Magdeburg 5; Rot: Steffen Halfpap (3x2 Minuten, 36.) -Borne-, Matthias Heinicke (3x2 Minuten, 56.) -Magdeburg-