Radis/Staßfurt (chj) l Die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II hatten es selbst in der Hand, bei TuS Radis II nicht mit leeren Händen von der Platte zu gehen. Doch am Ende entschied der Gastgeber die Verbandsliga-Partie mit 33:30 (17:17) für sich - und zeigte dabei ein unschönes Gesicht.

Drei Minuten waren noch auf der Uhr, die Gäste waren in doppelter Überzahl und lagen mit zwei Toren hinten. Doch es reichte nicht. "Es war eine Kombination aus Hektik und mangelnder Konzentration", erklärte Staßfurts Andreas Stein. Bis dahin begegneten sich beide Teams in einer hart geführten Partie auf Augenhöhe. "50 Minuten waren in Ordnung."

Kurz vor Schluss nahm die Partie eine unschöne Wendung. Staßfurts Christian Gödde machte Sebastian Engel fest und brachte ihn zu Fall. Während Engel zum Schlag ausholen wollte, sich jedoch beruhigen ließ, schlug sein Mitspieler Eugen Johannes zu. Gödde sah für das Foul Rot, Johannes für die Tätlichkeit, Engel bekam eine Zeitstrafe. Das Kuriose: Johannes` Feldverweis blieb ohne Bericht. "Die Schiedsrichterinnen Jennifer Eckert und Claudia Felgentreu verstanden es bereits vorher nicht, die Partie in den Griff zu bekommen."

Staßfurt II: A. Jesse, J. Stein - Rösler, A. Stein, T. Jesse (7/3), Korin (5/2), Gödde (2), Fanselow (1), Loose (10), Ilgenstein, Panzer, Spadt (4)

Siebenmeter: Radis II 6/3 - Staßfurt II 6/5; Zeitstrafen: Radis II 5 - Staßfurt II 5; Rot: Christian Gödde (Foulspiel, 57.)-Staßfurt II-, Eugen Johannes (Tätlichkeit, 57.) -Radis II-