Die Männer und Frauen des VC 97 Staßfurt erledigten ihre Hausaufgaben in der Volleyball-Landesliga mit Bravour. Vor heimischer Kulisse sicherten sich beide Teams das Maximum an Punkten. Die Frauen setzten damit bereits einen Fuß in die Oberliga, während die Männer hoffen müssen.

Staßfurt l Die Sporthalle des Staßfurter Dr. Frank Gymnasiums war gut gefüllt. Parallel trugen die Männer und Frauen ihren vorletzten Spieltag aus. Während die Damen sechs souveräne Sätze präsentierten, mussten sich die Männer ziemlich mühen.

Männer

Die Staßfurter setzten sich mit 3:0 (24, 23, 23) gegen die SG Post Stendal und mit 3:1 (23, -20, 16, 18) gegen den USC Magdeburg III durch. "Unsere Leistung war wie eine Achterbahnfahrt", erklärte Trainer Michael Frost. Insbesondere die Partie gegen Stendal war "eine enge Kiste". Nur phasenweise riefen die Gastgeber Flexibilität und Variabilität ab. "Und dann folgten wieder Stockfehler, die unser Konstrukt ins Wanken brachten. Wir waren einfach nicht in der Lage, das Konzentrationslevel aufrecht zu halten."

Doch Frost, der an der Seitenlinie erneut von Steffen Koch unterstützt wurde, nahm seine Mannschaft in Schutz. "Man kann nicht jedes Mal 100 Prozent Leistung abrufen. Das Gute und Wichtige war aber, dass wir trotzdem mit sechs Punkten aus dem Spieltag hervorgingen." Vor einem Jahr sei dies angesichts der schwankenden Leistungen noch undenkbar gewesen. "Das zeigt, dass wir uns in die richtige Richtung entwickelt haben", lobte der Coach. "In den entscheidenden Phasen konnten wir uns steigern und die Sätze gewinnen." Gegen Stendal produzierte der VC 97 im zweiten Satz beispielsweise 15 direkte Fehler. "Der Gegner hatte nichts gemacht und dadurch trotzdem 15 Punkte auf dem Konto." Der Satz ging dennoch an Staßfurt.

Die Bodestädter übernahmen durch die beiden Siege die Tabellenführung. "Das ist aber nur Momentaufnahme", sagte Frost. Die WSG Reform Magdeburg hat noch zwei Spiele weniger absolviert. "Die Mannschaft kann trotzdem stolz sein, als Aufsteiger ganz oben zu stehen. Aber wir geben uns keinen Illusionen hin."

Staßfurt: Dornemann, Bornemann, Stinner, Wernicke, Groth, Karnstedt, Haustein, Bechtle, Kirst, Schmidt

Frauen

Die beiden 3:0-Erfolge gegen die Blankenburger VF II (17, 10, 20) und den HSV Medizin Magdeburg (15, 12, 13) ließen die Staßfurter Erfolgsbilanz auf nunmehr 14 Spiele ohne Satzverlust wachsen. "Wir haben unsere Aufgaben erwartungsgemäß gelöst", erklärte Trainer Gerald Wolter nüchtern, denn: "Ganz optimal lief es nicht." Dies zeigte sich vor allem gegen Blankenburg. Die ersten beiden Durchgänge entschied der VC 97 souverän für sich, im dritten ließ er es etwas schleifen. "Die Psychologie ist im Volleyball ganz wichtig", erklärte der Coach. "Die Spielerinnen hatten die beiden Sätze im Hinterkopf und ließen es locker angehen. Der Gegner wollte unbedingt gewinnen. So wurde es interessant. Man darf niemals jemanden unterschätzen." Beim zwischenzeitlichen 20:20 nahm Wolter eine Auszeit und fand mahnende Worte. Es folgten fünf Punkte in Serie und der Satzgewinn.

Dank der beiden Siege, bei denen auch die 13- beziehungsweise 14-jährigen Alia Degenhardt und Elisa Döring zum Einsatz kamen, baute der VC 97 die makellose Bilanz auf 42 Punkte aus und hat damit bereits einen Fuß in der Regionalliga. Aber Wolter warnt. "Vorschlusslorbeeren" seien längst noch nicht angebracht. "Theoretisch ist es noch möglich, dass Atzendorf uns überholt. Wir müssen bis zum Ende konsequent bleiben."

Die ZLG hat fünf Punkte Rückstand auf die Staßfurterinnen. Beim Abschlussspieltag in Schönebeck (14. März) treffen beide Teams aufeinander. Zuerst spielen die Atzendorferinnen gegen Dessau. Sollten sie patzen, wäre der VC 97 aufgestiegen. Andernfalls kommt es zum Endspiel. "Erst, wenn wir den letzten Punkt sicher haben, haben wir Anlass zur Freunde", sagte Wolter.

Staßfurt: Fiedler, Hoppe, Elze, Ohle, Hoffmann, Senf, Rose, Degenhardt, Döring

   

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