Wolmirsleben (chj) l Die E-Jugend des SV Germania Borne setzte sich in der Handball-Bezirksliga mit 20:12 (9:6) gegen die SpG Stahl Thale/Westerhausen durch. Um diesen Erfolg unter Dach und Fach zu bringen, war vor allem eines gefragt: Nehmerqualitäten.

Obwohl Borne bis zum 6:5 stets vorlegte und anschließend mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause ging, war Trainer Sven Klippstein nicht zufrieden. "Wir sind wieder in unseren alten Rhythmus verfallen." Die Defensive agierte zu ballorientiert, hinzu kamen technische Fehler. Außerdem war die Wurfquote mäßig. "Wenn der gegnerische Torhüter hält, ärgert mich das gar nicht. Aber unsere Würfe gingen zwei oder drei Meter vorbei." Desweiteren wurde die taktische Marschroute nicht umgesetzt. "Wir wussten, dass drei Spieler beim Gegner den Ton angeben, bekamen diese aber nicht in den Griff."

Nach einer klaren Ansage in der Kabine legte die Germania eine Schippe drauf. "Wir standen hinten stabiler, wo- raus einfache Tore resultierten." Vor allem Keeper Nick Lochow überzeugte. "Ohne ihn hätte es anders ausgesehen", hob der Coach hervor. Auch der eingewechselte Steven Schönherr bekam ein Extralob. "Er hat seine Aufgabe vor allem hinten gut gelöst."

Mit zunehmendem Rückstand vergrößerte sich bei den Gästen auch der Frust. Das ohnehin schon sehr körperbetonte Abwehrverhalten glitt häufig in unfaire Aktionen ab. In einer Szene wurde Justin Faatz so hart rangenommen, dass er sich zu einem rotwürdigen Revanchefoul hinreißen ließ. Daher lautete das Fazit, dass "nach diesem Spiel nur die Punkte positiv stimmten".

Borne: Nick Lochow, Toby Schellhas - Jakob Völksch (1), Ben Schellhas (2), Malte Profe (1), Steven Schönherr (3), Niklas Döbbel (6), Hannes Gernegroß, Emil Schiller, Jenna Steingrüber, Justin Faatz (7), Wiebke Profe, Leon Schönherr, Simon Bauling

Penaltys: Borne 2/2 - Thale 3/1; Zeitstrafen: Borne 0 - Thale 2; Rot: Justin Faatz (Revanchefoul, 39.) -Borne-