Staßfurt (chj) l Eigentlich wollten die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II in der Verbandsliga Süd weiter oben mitspielen. Stattdessen stehen sie mit 12:20-Punkten mit einem Fuß im Abstiegskampf. Lediglich vier Zähler trennt das Team vom Tabellenletzten HG Köthen II. Heute treffen die Rot-Weissen ab 17 Uhr auf den Weißenfelser HV. Der Drittplatzierte ließ zuletzt mit einem 23:21-Sieg über Spitzenreiter USV Halle II aufhorchen.

Die Mannschaft steckt jedoch nicht den Kopf in den Sand, im Gegenteil. "Es ist machbar", sagt Linksaußen Andreas Stein. Diese Zuversicht muss auch herrschen, denn ein Sieg ist Pflicht, um den Abwärtsstrudel aufzuhalten. Zu denken, dass die Saison noch lang wäre und sich genug Möglichkeiten bieten, wäre fatal. Dem HVS II stehen nur noch drei Heimspiele bevor, die als vermeintlich einfacher gelten. "Wir müssen die Zügel anziehen."

Damit sollten die Staßfurter bereits heute beginnen, werden es aber nicht leicht haben. "Weißenfels spielt einen guten Handball", muss auch Stein anerkennen. Der Tabellendritte trumpft dabei mit mannschaftlicher Geschlossenheit auf und hat keinen "Shooter" in seinen Reihen. Die Tore sind sehr verteilt, worauf sich die Staßfurter Defensive einstellen muss. "Das ist deren Vorteil."

Während Stein selbst auszufallen droht, werden alle Rot-Weissen mit an Bord sein, bis auf den langzeitverletzten Karsten Berger. Zusätzlich werden wieder Steve Ilgenstein und Toni Fanselow aus der A-Jugend aushelfen. Vor allem als Außenspieler sollen sie an den Männerbereich herangeführt werden, wo es deutlich härter zugeht als im Nachwuchsbereich. Beide können aber auch auf den Halbpositionen agieren.