Trotz der sehr ungeliebten und ungewohnten Spielzeit am Sonntag um 13 Uhr verließ Wacker Westeregeln die Blankenburger Halle erneut mit einem Siegerlächeln und fuhr noch gemütlich Eisessen. Der Tabellenführer der Handball-Bezirksliga gewann souverän mit 37:26 (25:12).

Blankenburg (kam/fna) l Zwar erzielte Blankenburgs Schulze das erste Tor, doch direkt im Anschluss übernahm Wester-egeln durch Treffer von Jimmy Klockmann, Steffen Laschke und Christopher Gorges, der einen Tag später Geburtstag hatte, die Führung (3:2, 6.). Wackers Mike Garbaczok traf aus der Not heraus wiederum per Konterwurf hinter dem Rücken zum 4:2 (7.). Die Gäste drehten weiter auf und netzten durch Gorges, Klockmann und Sven Liebscher munter ein, bis Blankenburg in der 13. Minute eine Auszeit nahm (4:10). Doch auch das Time-Out brachte keine Veränderung. Wacker erhöhte weiter, Blankenburg versuchte, den Anschluss nicht zu verpassen. Tormann Florian Pierschalla hielt den Strafwurf von Fricke, seine Teamkollegen Markus Grau, Marcel Pufahl und Steffen Laschke netzten ein und durchbrachen die 20-Tore-Marke noch vor der Pause (20:11, 27.).

Die zweite Hälfte begann besser für Blankenburg. Kallinowski netzte dreifach ein und versuchte, sein Team wieder ins Spiel zu bringen (15:26, 34.). Dies gelang, es verkürzte durch Wolf und Fricke (17:27, 37.). Nun nahm Westeregeln beim 29:20 die Auszeit (42.). Wacker versuchte, den Rhythmus zu wahren, scheiterte doch nun des Öfteren am Gebälk oder am Tormann. Christian Thamm, Andy Rothe und Christopher Gorges netzten per Konter ein, bauten den Abstand wieder auf elf Tore aus, bis erneut die SG Stahl die Auszeit nahm. Bis zum Schluss punkteten beide Teams, Westeregelns eingewechselter Tormann Stephan von Zabiensky glänzte in der Endphase mit einigen parierten Würfen.

Wacker-Coach Matthias Zeidler sagte: "In Halbzeit eins hat offensiv alles funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten. Vor allem Jimmy hat aus allen Lagen getroffen und Tore erzielt. Die Abwehr war in Ordnung, wobei es schwer war, da Blankenburg oft unkontrolliert auf die Abwehr ging und es schwer war, sich darauf einzustellen. In der Pause haben wir uns vorgenommen, nicht nachzulassen und weiter schnell nach vorn zu spielen. Das hat jedoch nicht funktioniert. Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff mehr bekommen und konnten dann keine schnellen Tore werfen. Ich denke jedoch, dass es auch eine Kopfsache war, weil man sich schon auf der sicheren Seite glaubte, da man zur Halbzeit so hoch führte. Es war ein nie gefährdeter Sieg mit einer schlechten zweiten Halbzeit."

Wacker Westeregeln: Pierschalla, von Zabiensky - Rothe (4), Gorges (8), Liebscher (1), Klockmann (8), Garbaczok (7), Laschke (4/2), Thamm (1), Grau (1), Pufahl (3)

Blankenburg: Eli - Wolf (6), Tillmann (3), Fricke (5), Kallinowski (5/3), Schulze (3), Magonyi, Müller, Schlemminger (2), Niemann (2)

Siebenmeter: Blankenburg 4/3 - Westeregeln 3/2; Zeitstrafen: Blankenburg 3 - Wacker 4