Förderstedt (fna) l Wenn man es mit den Worten der Kölner Kultband "De Höhner" ausdrückt, heißt es für den SV Förderstedt morgen ab 15 Uhr gegen den SV Lok Aschersleben: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" Für das Team von Jens Liensdorf steht ein echter Abstiegskrimi auf dem Programm. Verlieren die Gastgeber, dann hätten sie bereits mindestens sieben Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz in der Fußball-Landesliga.

Seit Wochen schon verspürt der SVF den Druck im Rennen um den Ligaverbleib. Bis vor einer Woche hatte die Konkurrenz noch mitgespielt und ebenfalls verloren, doch nun hat beispielsweise Aschersleben mit 3:1 gegen Krevese gesiegt. Somit wird die Partie gegen den direkten Konkurrenten Lok "ein vorweggenommenes Endspiel", sagt Liensdorf.

Angesichts der Brisanz erwartet er von seinen Schützlingen eine Steigerung in den Elementen Kampfgeist und Einsatzwillen. "Schöner Fußball ist jetzt nicht wichtig. Die Punkte müssen bei uns bleiben. Priorität haben die Duelle in den Zweikämpfen." Mit Leidenschaft und ohne Kompromisse soll der SVF zu Werke gehen. Darauf hatte sich das Team in den Trainingseinheiten unter der Woche eingestellt. "Wir sind vorbereitet. Ich verlange ein Feuerwerk über 90 Minuten."

Zumindest personell sind die Voraussetzungen für die Partie zumindest positiv. Bis auf Marc Burdack, der in der Partie beim SV Fortuna Magdeburg die Gelb-Rote Karte sah, sind alle Spieler an Bord. Gemeinsam könnten sie nach einem Sieg in Jubelgesänge einstimmen. Zuvor muss allerdings in einem echten Abstiegsgipfel ein direkter Konkurrent bezwungen werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Es fehlen: Marc Burdack (Gelb-Rot); SR: Christian Wesemann (Quenstedt), Mario Hoser, Karl-Heinz Tschampel; Hinspiel: 1:2