Westeregeln (bho/chj) l Nach zwei Niederlagen in Folge hatten sich die Handballerinnen des SV Wacker Westeregeln im Lokalderby der Bezirksklasse gegen Germania Borne einiges vorgenommen und wollten unbedingt zwei Punkte. Ihr Vorhaben ging auf: Mit dem deutlichen 24:18 (14:6)-Heimerfolg revanchierten sie sich für die 14:18-Hinspielniederlage und wahrten damit die Chance, die Saison unter den besten Drei zu beenden.

Zu Beginn der Partie entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste legten in der ersten Minute durch Melanie Schmidt vor. Zwei Tore von Jenny Klockmann brachten Wacker jedoch postwendend mit 2:1 in Führung. Dann war erneut die Germania am Zug und zog bis zur siebten Minute zum 4:2 davon.

Doch dann vernagelten die Gastgeberinnen um Torhüterin Nadine Schauer förmlich ihren Kasten und ließen Borne kaum Torchancen. Binnen neun Minuten erzielte Westeregeln vier Treffer in Folge zum 6:4. Bis zum 7:6, zwölf Minuten vor der Pause, schien alles auf ein enges Match hinauszulaufen. Doch dann gelang den Gästen im Angriff gar nichts mehr. Wacker hatte sich gut auf seine Kontrahenten eingestellt und ließ bis zum 14:6-Pausenstand keinen weiteren Gegentreffer mehr zu.

Den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel erzielte Michaela Wolfram zum 15:6, was gleichzeitig auch die höchste Führung der Gastgeberinnen bleiben sollte. Die Gäste aus Borne wollten sich ihrem Schicksal nicht kampflos ergebenen und bäumten sich noch einmal auf. Dies zahlte sich aus, denn es sollte tatsächlich noch einmal eng werden, als Borne in der 43. Minute zum 13:16 verkürzte. Westeregeln war in dieser Phase zu ungenau im Abschluss, überstand die kurze Talfahrt aber dank des großen Vorsprungs aus der ersten Halbzeit.

Als Schmidt viereinhalb Minuten vor Abpfiff zum 16:20 traf, schien für die Germania noch alles möglich zu sein. Doch Anja Jakobi durchkreuzte mit ihrem Treffer zum 21:16 die Hoffnungen der Gäste und brachte den SVW endgültig auf die Siegerstraße.

Während Wacker am Sonnabend (15.30 Uhr) mit einem Sieg im letzten Saisonspiel gegen TuS Magdeburg-Neustadt III den zweiten Rang unter Dach und Fach bringen könnte, hat Borne drei Partien weniger absolviert und die Chance, noch weiter klettern.

Wacker: Schauer - Thiele (4/2), Jakobi (2), Schuster, Klockmann (4), Wolfram (8), Neum (1), Witzke (5/3), Gross, Rettig, Heberling

Borne: Kaczmarek, Schellhast - Kaiser (4), Schmidt (6), Hamann (2), Klippstein (1), Lehmann (2), Grimm, Sommer, Faatz (3)

Siebenmeter: Wacker 6/5 - Borne 2/0; Zeitstrafen: Wacker 0 - Borne 2