Nach dem wichtigen 2:0-Sieg gegen Lok Aschersleben steht für die Landesliga-Fußballer des SV Förderstedt (15.) bei TuS Bismark (4.) morgen ab 15 Uhr ein nächster Härtetest bevor. Im Rennen um den Klassenerhalt sind nicht nur Punkte wichtig, sondern auch kämpferische Tugenden gefragt.

Förderstedt/Bismark l Not macht schließlich erfinderisch. Gegen Aschersleben stellte Förderstedts Trainer Jens Liensdorf mit Christian Lattorf und Nils Fischer zwei Spieler auf, die eigentlich eher in der Reserve beheimatet sind. Und beide rechtfertigten das Vertrauen. Während Lattorf nach hinten eine Bank war, beackerte Fischer unermüdlich die Außenbahn. Es war Kampf statt Technik gefragt. "Beide werden morgen wieder im Kader stehen", verrät Liensdorf. Genaueren Einblicken in die Start-Elf schob der Coach jedoch einen Riegel vor.

Ob Fischer, Lattorf oder sonst ein Förderstedter, kämpferische Tugenden sind erneut gefragt. Anders ist ein erfolgreiches Bestehen beim Tabellenvierten undenkbar. Liensdorf stellt aber klar, dass Bismark zweifelsohne in der Favoritenrolle starten wird. "TuS hat sich still und heimlich nach oben gearbeitet." Dennoch kann das Ziel nicht lauten, sich schlichtweg gut zu verkaufen. Im Abstiegskampf müssen Zähler her, auch als Außenseiter. "Es soll keine Kaffeefahrt werden. Einen Punkt wollen wir mindestens holen", gibt der Coach die Marschroute vor.

Trotz der Kampfansage besteht aber auch Klarheit über die Schwere der Partie bei den Altmärkern. "Der Platz ist sehr groß. Außerdem steht der Gegner defensiv sehr kompakt und hat mit Carlo Rämke einen schnellen Stürmer." Er ist jedoch nicht nur schnell, er ist auch kaum vom Ball zu trennen und äußerst zielsicher. Mit 13 Treffern belegt er Platz zwei der Torschützenliste. Ob Liensdorf personell reagieren wird und möglicherweise statt der Lufthohheit von Michael Buchke auf sich oder Sebastian Strobach, also einen der beiden wendigen "Sechser" setzt, lässt er offen.

Während Bismark Rämke als Geheimwaffe hat, "müssen wir als geschlossene Mannschaft dagegenhalten", fordert der Coach. Dafür liegt der Fokus auf der Defensive. "Wir müssen kompakt stehen und die Räume eng halten." In Lauerstellung soll es nach Ballgewinn blitzartig nach vorn gehen.

Nebenbei wird auch der Blick auf die Konkurrenz wichtig. Wernigerode (15.) tritt bei Halberstadt II an und Aschersleben (14.) empfängt den Schönebecker SV. Sowohl der VfB als auch der SSV könnten Förderstedt in die Karten spielen. Allerdings nur, wenn der SVF seine Hausaufgaben erledigt.

Es fehlen: Marcus Janich (Arbeit, fraglich), Marc Burdack (privat), Marcus Bolze (5. Gelbe)

Hinspiel: 2:2; SR: S. Schottenhamel (Arendsee)