Quedlinburg (kam/chj) l Aus der Reise in den Harz, dieses Mal zum Quedlinburger SV, brachten die Handballer des SV Wacker Westeregeln erneut zwei Punkte mit nach Hause. Nach dem eindeutigen 41:25 (23:9)-Sieg bleiben die Grün-Weißen weiterhin verlustpunktfrei an der Spitze der Bezirksliga.

Den ersten Treffer netzte "Nesthäkchen" Jimmy Klockmann ein. Er wechselte sich danach doppelt mit seinem Teamkollegen Mike Garbaczok im Verwandeln von Kontern ab und beide erzielten damit die ersten vier Tore von Wacker (4:0, 6.). Die Gäste verwerteten einen Strafwurf, ehe Klockmann, Garbaczok und Rechtsaußen Christopher Gorges wieder dreifach zum 7:1 antworteten. Erst in der neunten Minute erzielten die Gastgeber ihr erstes Feldtor. Westeregeln netzte weiter munter ein, durchbrach nach zwölf Minuten bereits die Zehn-Tore Marke und setzte sich weiter durch Kontertore ab.

Kurz vor der Halbzeit knackte Westeregeln die 20-Tore-Grenze, während Quedlinburg gerade einmal sieben Treffer für sich verbuchen konnte. Beim 21:9 netzte Mike Garbaczok bereits seinen zehnten Treffer in der ersten Halbzeit ein. Klockmann erhöhte bis zum Pausenpfiff zum 23:9.

Auch in der zweiten Halbzeit gingen die Jubiläen weiter. Kreismann Andy Rothe "knallte" beim 24:9 sein 50. Saisontor zwischen die Pfosten. Quedlinburg erzielte erst nach 34 Minuten seinen zehnten Treffer zum 10:24.

Aufgrund der hohen Führung ließ Wacker etwas nach, netzte jedoch weiter durch Markus Grau, Nick Elsner und Steffen Laschke ein. Letzterer traf das 30. Tor des SVW, während Quedlinburg bei 14 Treffern stand.

Nach 43 Minuten zogen die Gastgeber die Timeout-Karte, die ihnen zu einem kleinen Aufwind verhalf, sodass nach 50 Minuten die 20 Tore erreicht werden konnten. Nun nahm auch Wackers Trainer Matthias Zeidler die Auszeit, um das Team nochmals einzuschwören. Grau, Laschke und Klockmann netzten fünf Minuten vor Schluss dreifach ein und erhöhten zum 39:20. Zum Durchbrechen der 40-Tore-Marke benötigten die Grün-Weißen jedoch mehrere Anläufe und scheiterten zunächst durch technische Fehler, ehe Nick Elsner die mitgereisten Fans endlich erlöste (40:24, 59.). Den Schlusspunkt setzte Klockmann wenige Sekunden vor Abpfiff und stellte damit den Endstand von 41:25 her.

"Eigentlich war es wie immer in dieser Saison", erklärte SVW-Coach Zeidler. "Der Gegner war dezimiert und so hatten wir nie Probleme. Insgesamt haben wir jedoch viele technische Fehler produziert und in der zweiten Halbzeit hat die Konzentration nachgelassen. Trotzdem war es ein nie gefährdeter Sieg gegen personell schwache Quedlinburger."

Zeidler blickt jedoch schon voraus: "Für die Pokalrunde am Sonnabend (das Finalfour, ab 14 Uhr in der Quedlinburger Bodelandhalle, Anm. d. Red.) müssen wir uns jedoch steigern."

Wacker: Pierschalla, Howahl, von Zabiensky - Liebscher, Klockmann (15), Laschke (6/2), Garbaczok (11), Gorges (1), Rothe (2), Grau (3), Pufahl, Elsner (3)

Siebenmeter: QSV 4/3 - Wacker 4/2; Zeitstrafen: keine