Mit dem Pokalsieg erfüllten sich die Handballer des SV Wacker Westeregeln ihr erstes Ziel der Saison. Nach einem spannenden Final-Four-Tag in Quedlinburg setzten sich die Grün-Weißen im Halbfinale gegen die TSG Calbe II mit 19:16 durch, um im Finale gegen die Nachbarn des SV Langenweddingen II mit 24:17 zu gewinnen.

Quedlinburg (kam/fna) l Die Begegnungen wurden durch die Trainer ausgelost. Coach Matthias Zeidler bewies Heimpatriotismus und zog seinen SV Wacker. Calbes Trainer Lutz Dohmke zog ebenfalls seinen Verein. Somit spielten in der ersten Partie Westeregeln gegen Calbe II, Langenweddinger traf auf Gastgeber Quedlinburger SV.

Dank der mehr als 60 mitgereisten Wacker-Fans kam Stimmung in der kaum besetzten Halle auf. Westeregeln war deutlich nervös, hatte das Team doch den einzig unbekannten Gegner vor sich. Dies spiegelte sich am Anfang der Partie wider, da Calbe mit zwei Toren direkt in Führung ging, ehe Wacker dank Steffen Laschke und Mike Garbaczok ausglich (2:2, 7.). Durch Tore von Christopher Gorges, Markus Grau und Andy Rothe behauptete Wacker seine Führung, scheiterte jedoch bereits zweimal an Calbes Tormann Philipp Giesemann beim Strafwurf. Zur Pause führte Wacker mit 7:6.

Nach dem Wiederanpfiff setzte Westeregeln sich zum 15:10 (33.) ab. Die Saalestädter bäumten sich nochmal auf und verkürzten drei Minuten vor Schluss zum 15:17 (37.). Westeregeln blieb entschlossen und netzte durch Gorges und Laschke ein - 19:16. "Es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir waren sichtlich nervös, weil wir den Gegner nicht kannten", erklärte Zeidler.

Im zweiten Halbfinale gewann Langenweddingen II mit 21:18 gegen Quedlinburg. Im Spiel um Platz drei siegte die TSG II mit 21:20.

Im Endspiel standen sich bekannte Gesichter gegenüber. Westeregeln war nun heiß auf den Pokal und startete motiviert in die Partie. Durch Tore von Markus Grau, Mike Garbaczok und Andy Rothe wurde eine 4:0-Führung (7.) erzielt. Nun erwachten auch die Langenweddinger. Sie verkürzten zum 5:6 (13.). Gorges netzte per Heber nach einem Konterzuspiel von Tormann Pierschalla ein, Laschke und Grau trafen zum Halbzeitstand von 10:7. "Wir waren von Anfang an konzentriert und hatten die Partie jederzeit im Griff", lobte der Coach.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzte der SVL zwar zum 10:12 (26.), doch dann legte Wacker nach und netzte trotz zeitweiliger Unterzahl vierfach ein (17:11, 32.). Langenweddingen wollte weiterhin am Ball bleiben, konnte jedoch den Abstand nicht mehr entscheidend verkürzen (19:15, 36.).

In den letzten Minuten drehte Westeregeln zur Freude der vielen Fans nochmal richtig auf. Mike Garbaczok netzte ein und auch Christian Thamm punktete per Konter. Am Ende blieben weder Bank noch Fans auf ihren Plätzen und sangen bereits lautstark Siegeshymnen, ehe das Spiel (24:17) abgepfiffen wurde. "Unser Ziel war der Pokalsieg und das haben wir erreicht."

Trainer und Spieler lagen sich daraufhin in den Armen, feierten ausgelassen mit den Fans. Vom Zuschauerbereich flogen T-Shirts mit der Aufschrift "Pokalsieger 2015 SV Wacker Westeregeln" auf das Spielfeld. Sie wurden dann direkt von den Spielern angezogen.

Nach der Pokalübergabe wurde dieser traditionsgemäß mit Sekt gefüllt und herumgereicht. Es wurde ausgelassen gefeiert. Nicht nur Trainer und Spieler, sondern auch der Pokal fanden sich am Abend in der Lieblingsdisko wieder.

Wacker (gegen Calbe II): Pierschalla - Rothe (3), Garbaczok (3), Laschke (6/5), Klockmann (2), Grau (2), Liebscher, Gorges (2), Rohde (1), Pufahl, Thamm, Elsner

Siebenmeter: Wacker 8/5 - Calbe 5/3; Zeitstrafen: Wacker 3 - Calbe 3

Wacker (gegen Langenweddingen II): Pierschalla - Rothe (2), Garbaczok (5), Laschke (2/1), Klockmann (1), Grau (9), Liebscher, Gorges (3), Rohde, Pufahl, Thamm (1), Elsner (1)

Siebenmeter: Wacker 1/1 - SVL 3/3; Zeitstrafen: Wacker 3 - SVL 0

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